{"id":978,"date":"2017-07-02T15:33:12","date_gmt":"2017-07-02T13:33:12","guid":{"rendered":"http:\/\/neustaedter-schuetzengilde.de\/schuetzengilde_r\/?page_id=978"},"modified":"2024-10-01T16:29:44","modified_gmt":"2024-10-01T14:29:44","slug":"978-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neustaedter-schuetzengilde.de\/schuetzengilde_r\/978-2\/","title":{"rendered":"Vaterl\u00e4ndische Rede"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"contentmitte\">\n<h2><span style=\"color: #008000;\">Geschichte zur Vaterl\u00e4ndischen Rede<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #008000;\">bei der Neust\u00e4dter Sch\u00fctzengilde<\/span><\/h2>\n<div>Es liegt wohl am zunehmenden Alter des Menschen begr\u00fcndet, da\u00df er nach Quellen und damit zum Ursprung einer Sache sucht &#8211; so auch zur vaterl\u00e4ndischen Rede.<\/div>\n<div>Diese geh\u00f6rt seit Jahren zum H\u00f6hepunkt und somit zum festen Bestandteil beim Gildefr\u00fchst\u00fcck am Tage des Vogelschie\u00dfens bei der Neust\u00e4dter Sch\u00fctzengilde.<\/div>\n<div>Nachfragen bei anderen Gilden in SH ergaben, da\u00df es sonst bei anderen Gilden diese nicht gibt.<\/div>\n<div>Versuche, den Ursprung zu ermitteln, scheiterten an fehlenden Unterlagen.<\/div>\n<div>Nach Sichtung der Akten stehen jetzt die Protokolle aus den Jahren 1952-1977 und 1977-1993, sowie Zusammenfassungen von Jahresberichten und Pressever\u00f6ffentlichungen des Neust\u00e4dter Reporters zur Verf\u00fcgung.<\/div>\n<div>Auf Nachfrage beim Norddeutschen Sch\u00fctzenbund gab es einen Hinweis im Internet \u00fcber eine Darstellung der Gesellschaft f\u00fcr Schleswig-Holsteinische Geschichte unter &#8222;das Vaterland wird entdeckt&#8220;.<\/div>\n<div>Nach dem Wiener Kongre\u00df 1818\/19 und der damit verbundenen Neuordnung Europas wurde es in Deutschland zur geschichtlichen Leitwissenschaft deutsche Geschichte zu erforschen.<\/div>\n<div>Somit wurde &#8218;&#8220;Vaterland&#8220; und vaterl\u00e4ndisch zu Lieblingsworte der Historikergeneration. Da entsprechende Aufzeichnungen fehlen ist es nicht ersichtbar, wann im 19. und dann in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhundert vaterl. Reden bei Traditionsvereinen gehalten worden sind.<\/div>\n<div>Durch die Neuordnung Europas nach dem 2. Weltkrieg und die damit bekannten Folgen der Abtrennung (Saarland) und Teilung Deutschlands, ist die Bedeutung des&#8220;Vaterlands&#8220; wieder gestiegen.<\/div>\n<div>Nach der Neugr\u00fcndung der Neust\u00e4dter Sch\u00fctzengilde 1951 kann man in den Schriften erfahren, da\u00df Rede gehalten worden sind, meist wohl von dem amtierenden K\u00f6nig., so hei\u00dft es 1969: &#8222;Redefolge beim Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; K\u00f6nigsrede (nach dem Hauptgang)<\/div>\n<div>In Zeitungsberichten von 1955 und 1966 ist zu lesen:<\/div>\n<div>Beim gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck in der Sch\u00fctzenhalle, zu dem auch G\u00e4ste geladen waren, verging<\/div>\n<div>die Zeit wie Fluge. Reden und Gegenreden wechselten miteinander, viele Hochs wurden ausgebracht und erwidert. Da es sich um einen &#8222;Eigenbericht&#8220; handelt, h\u00e4tte man sicherlich den Begriff &#8211; vaterl\u00e4ndische Rede verwendet.<\/div>\n<div>In einer Aufzeichnung einer Vorstandsssitzung von 1967 steht geschrieben, da\u00df Dr. Friedrich Wittrock die vaterl\u00e4ndische Rede bei Gildefr\u00fchst\u00fcck halten soll.<\/div>\n<div>Nach den heute bekannten Unterlagen wird hier erstmalig die Rede so benannt.<\/div>\n<div>Es ist verwunderlich, da\u00df dann, aus welchen Gr\u00fcnden auch erst 1972 wieder von einer vaterl\u00e4ndischen Rede geschrieben steht.<\/div>\n<div>Im Jahresbericht von1970 wird erw\u00e4hnt, da\u00df Kommandeur Robert Pr\u00fc\u00df, stets in Platt, bei den Gildefesten das Wort ergriffen hat und in launiger Art und trockenem Humor zum Gelingen beigetragen hat.<\/div>\n<div>1971 hielt der K\u00f6nig, Dr. med. Werner Gast eine Ansprache an die Gilde und G\u00e4ste zu Beginn des Vogelschie\u00dfen. Er kritisiert, da\u00df anscheinend die Jugend die Begriffe &#8211; Volk, Vaterland, Ehre und Pflicht als l\u00e4cherliche \u00dcberbleibsel einer versunkenen Zeit betrachten.<\/div>\n<div>Auch fehlt der Begriff &#8222;vaterl\u00e4ndische Rede&#8220;, wenn auch der Inhalt eindeutig einer solchen zugeordnet werden kann.<\/div>\n<div>1972 hielt der fr\u00fchere B\u00fcrgermeister, Joachim Wollenberg die vaterl\u00e4ndische Rede in der er das gemeinsame Zusammenfinden hervor hob. Kritik nur um der Kritik willen ist fehl am Platz folgerte er.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Diese Darstellung entspricht dem heutigen Stand.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Sollten sich durch bisher nicht gesichteten Unterlagen neue Erkenntnisse ergeben, so w\u00fcrden diese in einer Berichtigung oder Erg\u00e4nzung f\u00fchren.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Es folgt jetzt die Aufstellung der Redner bis 2016. In Kurzform ist auch der Inhalt der Rede genannt.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<table border=\"1\" width=\"770\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&nbsp;<span style=\"color: #336600;\"><b>JAHR<\/b><\/span><\/td>\n<td><span style=\"color: #336600;\"><b>&nbsp; REDNER &#8222;<\/b><\/span><span style=\"color: #336600;\"><b>Vaterl\u00e4nd. Rede&#8220;<\/b><\/span><\/td>\n<td><span style=\"color: #336600;\"><b>&nbsp;Thema<\/b><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1961<\/td>\n<td>&nbsp; Heinz Bredfeldt<\/td>\n<td>&nbsp;Stadtgeschichte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1969<\/td>\n<td>&nbsp; Kurt Schnoor<\/td>\n<td>&nbsp;K\u00f6nigsrede, K\u00f6nigsjahr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1970<\/td>\n<td>&nbsp; Heinz Bredfeldt<\/td>\n<td>&nbsp;aus der Gilde<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1971<\/td>\n<td>&nbsp; Heinz Bredfeldt<\/td>\n<td>&nbsp;Stadtgeschichte &#8211; Gilde<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1972<\/td>\n<td>&nbsp; Joachim Wollenberg &#8211; B\u00fcrgerm.<\/td>\n<td>&nbsp;Zusammenfinden, Kritik nicht Selbstzweck<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1973<\/td>\n<td>&nbsp; Heinz Bredfeldt<\/td>\n<td>&nbsp;K\u00f6nig &#8211; Stadt-\/Landesgeschichte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1974<\/td>\n<td>&nbsp; Heinz Bredfeldt<\/td>\n<td>&nbsp;Gilde und Jugend<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1975<\/td>\n<td>&nbsp;?<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1976<\/td>\n<td>&nbsp; Horst Colschen<\/td>\n<td>&nbsp;Einigkeit und Recht und Freiheit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1977<\/td>\n<td>&nbsp; August Fiedler<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1978<\/td>\n<td>&nbsp; Hans Gehm<\/td>\n<td>&nbsp;Deutsche mehr Selbstbewu\u00dftsein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1979<\/td>\n<td>&nbsp; Harald Zeh<\/td>\n<td>&nbsp;Europa<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1980<\/td>\n<td>&nbsp; Robert Koch<\/td>\n<td>&nbsp;Entwicklung Deutschlands<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1981<\/td>\n<td>&nbsp; Hubert Frahm<\/td>\n<td>&nbsp;Heimat, Neustadt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1982<\/td>\n<td>&nbsp; Dieter Morschheuser<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland, Gesinnung, dt. Ostgebiete, Teilung Deutschlands<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1983<\/td>\n<td>&nbsp; Karl -Heinz Liebelt<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland, Teilung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1984<\/td>\n<td>&nbsp; Dr. Werner Kaeselau<\/td>\n<td>&nbsp;SH- Geschichte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1985<\/td>\n<td>&nbsp; Horst Colschen<\/td>\n<td>&nbsp;Deutsche Einheit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1986<\/td>\n<td>&nbsp; Albert Haase<\/td>\n<td>&nbsp;\u00d6ffnung der Gilde, Jugend, Angebote<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1987<\/td>\n<td>&nbsp; Dr. Werner Gast<\/td>\n<td>&nbsp;Preu\u00dfen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1988<\/td>\n<td>&nbsp; Uwe Muchow<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland, Heimat<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1989<\/td>\n<td>&nbsp; Hunus Koch<\/td>\n<td>&nbsp;Geschichte des Vogelschie\u00dfens<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1990<\/td>\n<td>&nbsp; Uwe Winsel<\/td>\n<td>&nbsp;Deutschland Lied<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1991<\/td>\n<td>&nbsp; Dirk Hoffmann<\/td>\n<td>&nbsp;Wiedervereinigung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1992<\/td>\n<td>&nbsp; Eberhard Peters<\/td>\n<td>&nbsp;17. 06. 1953<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1993<\/td>\n<td>&nbsp; G\u00fcnter Schulz<\/td>\n<td>&nbsp;Europa<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1994<\/td>\n<td>&nbsp; Heinrich Evers<\/td>\n<td>&nbsp;Plattdeutsche Sprache<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1995<\/td>\n<td>&nbsp; Dr. Werner Gast<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1996<\/td>\n<td>&nbsp; Ralf G\u00fctlein<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1997<\/td>\n<td>&nbsp; Carsten Niemann<\/td>\n<td>&nbsp;Verlieren wir unser Vaterland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1998<\/td>\n<td>&nbsp; Ernst-August Petsch<\/td>\n<td>&nbsp;Nato, Sicherheitspakte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;1999<\/td>\n<td>&nbsp; Wolfgang Scheel<\/td>\n<td>&nbsp;50 Jahre Grundgesetz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2000<\/td>\n<td>&nbsp; Edgar Prinz<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2001<\/td>\n<td>&nbsp; Uwe Henning<\/td>\n<td>&nbsp;Einwanderungsland, Nation<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2002<\/td>\n<td>&nbsp; Jens B\u00f6ttcher<\/td>\n<td>&nbsp;vaterl\u00e4ndische Denken<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2003<\/td>\n<td>&nbsp; Holger Kaufmann<\/td>\n<td>&nbsp;Sicherheitsperspektive<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2004<\/td>\n<td>&nbsp; G\u00fcnter Schulz<\/td>\n<td>&nbsp;Europa Union<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2005<\/td>\n<td>&nbsp; Egon Wicklein<\/td>\n<td>&nbsp;Wirtschaftswunder<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2006<\/td>\n<td>&nbsp; Sven Dabelstein<\/td>\n<td>&nbsp;Vaterland sind wir Alle<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2007<\/td>\n<td>&nbsp; Ulf Dittmer<\/td>\n<td>&nbsp;was kannst Du f\u00fcr dein Land tun&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2008<\/td>\n<td align=\"left\">&nbsp; Heinrich Evers<\/td>\n<td>&nbsp;Wiederholung der Rede von J.H. Koch 1989<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2009<\/td>\n<td>&nbsp; Hubert Frahm<\/td>\n<td>&nbsp;was ist des Deutschen Vaterland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2010<\/td>\n<td>&nbsp; G\u00fcnter Schulz<\/td>\n<td>&nbsp;Ehrenamt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2011<\/td>\n<td>&nbsp; Eckert Groth<\/td>\n<td>&nbsp;Burgersinn<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2012<\/td>\n<td>&nbsp; Uwe Muchow<\/td>\n<td>&nbsp;Kultur, Tradition<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2013<\/td>\n<td>&nbsp; Hartmut von Halle<\/td>\n<td>&nbsp;Deutsche Flagge, Traumschiff Deutschland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2014<\/td>\n<td>&nbsp; Holger Frank<\/td>\n<td>&nbsp;wohin driftet Deutschland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2015<\/td>\n<td>&nbsp; Sven G\u00f6sch<\/td>\n<td>&nbsp;Zuwanderung, Ausl\u00e4nderhass<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\">&nbsp;2016<\/td>\n<td>&nbsp; Albert Haase<\/td>\n<td>&nbsp;was &#8222;beschutzen&#8220; wir, Silber-Handwerk<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2017<\/td>\n<td>&nbsp; G\u00fcnter Schulz<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2018<\/td>\n<td>&nbsp; Andreas Schuldt<\/td>\n<td>&nbsp;Deutschland &#8211; die versp\u00e4tete Nation<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2019<\/td>\n<td>&nbsp; Sebastian Schmidt<\/td>\n<td>&nbsp;&#8222;Zukunft braucht Europa&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2022<\/td>\n<td>&nbsp; Claus zum Felde<\/td>\n<td>&nbsp;Wir m\u00fcssend reden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2023<\/td>\n<td>&nbsp; Friedrich-Karl Kasten<\/td>\n<td>&nbsp;Einigkeit und Recht und Freiheit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;2024<\/td>\n<td>&nbsp; Uwe Muchow<\/td>\n<td>&nbsp;Zuversicht<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>\n<div>\n<p>Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2024<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2024<\/b><\/h3>\n<h1 align=\"center\">Uwe Muchow<\/h1>\n<\/div>\n<div>\n<div><strong>&bdquo;Zuversicht&ldquo;.<br>\n  <\/strong>\n  <p><em>&bdquo;Der Verfall unserer bekannten Gewerbe ist im freien Fall. Die Ver\u00e4nderungen in der Industrie schreiten voran und sind nicht aufzuhalten. Erfindungen und Verbesserungen tauchen von allen Seiten auf, neue Gewerbe entstehen, alte ersterben des langsamen Todes. Andere L\u00e4nder dr\u00e4ngen mit preiswerteren Produkten auf den Markt. Und wollen wir nicht ganz verarmen, so m\u00fcssen wir ihnen alles nachmachen, was nur halbwegs geht. Darum trachtet danach, euren Kindern Bildung angedeihen zu lassen. Nur dann werden sie die Zeit begreifen und alles tun, was Gewinn abwirft, und ihre Familien ern\u00e4hren kann.&ldquo;<\/em><\/p>\n  <p>Diese mahnenden S\u00e4tze \u00fcber die deutsche Industrie sind nicht aktuell, sondern wurden vor \u00fcber 170 Jahren vom Neust\u00e4dter Peter Fiebig im Neust\u00e4dter Wochenblatt ver\u00f6ffentlicht. Peter Fiebig war \u00c4ltermann unserer Sch\u00fctzengilde. Er sorgte auch daf\u00fcr, dass es diesen Sch\u00fctzenhof gibt, war Mitbegr\u00fcnder des Neust\u00e4dter Gewerbevereins, der im vergangenen Jahr sein 175. Jubil\u00e4um feierte, er war Mitbegr\u00fcnder der heutigen VR-Bank, gr\u00fcndete eine Armenkasse und vieles mehr. Peter Fiebig war sehr engagiert.<\/p>\n  <p>Auch heute sind die Klagen laut und werden Argumente ausgetauscht, die den Untergang der deutschen Industrie vorhersagen. <\/p>\n  <p>Doch schon damals, 50 Jahre sp\u00e4ter, zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Situation v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Das Markenzeichen &bdquo;Made in Germany&ldquo; hatte Weltruhm erlangt. \u00dcberall auf der Welt waren G\u00fcter und Maschinen aus Deutschland nachgefragt. Deutschland hatte seine \u00e4rgsten Industrie-Konkurrenten, England, Frankreich und Holland \u00fcberholt.<\/p>\n  <p>Aber dann haben wir es leider auch verstanden, uns durch \u00dcbermut und Gr\u00f6\u00dfenwahn in zwei verheerenden Weltkriegen in das 19. Jahrhundert zur\u00fcckzubomben. 1945 lag Deutschland und mit uns Europa wieder am Boden. Doch nun endlich war Deutschland kl\u00fcger. Zusammen mit Italien, Frankreich und den BENELUX-Staaten gr\u00fcndeten sie eine Wirtschaftsgemeinschaft, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollte, die EWG, die Vorg\u00e4ngerin der heutigen EU. Das war deshalb klug, weil Deutschland durch diesen Zusammenschluss nicht nur seinen Wirtschaftsbereich auf mehr als das F\u00fcnffache erweiterte, sondern auch f\u00fcr dauerhaften Frieden sorgte.<\/p>\n  <p>Und wiederum nur 20 Jahre sp\u00e4ter, also heute vor 50 Jahren, war das Wirtschaftswunderland Deutschland wie Ph\u00f6nix aus der Asche seinem Untergang entstiegen. Deutschlands Export mit seinen Produkten war wieder Weltspitze. Und das, obwohl zu Beginn der 1970er Jahre eine hohe Inflation herrschte, angetrieben durch die erste \u00d6lkrise mit Bauzinsen in H\u00f6hen von bis zu rund 10 Prozent. Die Menschen schauten trotzdem sehr zuversichtlich nach vorne. Wir waren auf dem Weg zum Exportweltmeister.<\/p>\n  <p><strong>Aber, wo steht Deutschland jetzt, 2024?<\/strong><\/p>\n  <p>Sie sollten genau zuh\u00f6ren, denn jetzt folgen Wahrheiten die Ihr heutiges Deutschlandbild gravierend \u00e4ndern k\u00f6nnten. Alles ist wissenschaftlich und statistisch belegt.<\/p>\n  <p>1. Nie haben die Deutschen so viel Geld in den Privathaushalten gehabt wie heute. Das Geldverm\u00f6gen privater Haushalte ist im I. Quartal des Jahres 2023 um 146 Milliarden Euro gestiegen, im Vergleich zu 2018 sogar von 5,9 Billionen Euro auf 7,4 Billionen. Der Spiegel schreibt k\u00fcrzlich: Deutschland ist laut einer Studie rund 4.000 Milliarden, also weitere 4 Billionen Euro, reicher als gedacht. Das Verm\u00f6gen ist aber nicht gleich verteilt \u2013 doch die Sorge vor wachsender Konzentration an der Spitze sei weitgehend unbegr\u00fcndet.<\/p>\n  <p>2. Die deutsche Pharmaindustrie ist nach wie vor Weltspitze und Exportweltmeister.<\/p>\n  <p>3. Das deutsche Gesundheitswesen ist eines der besten der Welt. <\/p>\n  <p>4. Durch die Corona-Krise ist Deutschland im Vergleich mit anderen Staaten am besten hindurchgekommen.<\/p>\n  <p>5. Trotz der lauthals in der Presse beschriebenen Energiekrise aufgrund des Ukraine-Krieges musste im Winter 2022\/23 in Deutschland niemand frieren. <\/p>\n  <p>6. Wir sind f\u00fchrend in der Entwicklung regenerativer Technologien.<\/p>\n  <p>7. \u00dcber 51 Prozent des deutschen Stroms f\u00fcr Privathaushalte wird mittlerweile aus regenerativen Ressourcen erzeugt.<\/p>\n  <p>8. Das gr\u00f6\u00dfte Maschinenbauunternehmen der Welt hat mit Siemens seinen Sitz in Deutschland.<\/p>\n  <p>9. Die deutschen Automobilhersteller sind in der Qualit\u00e4t weiterhin f\u00fchrend.<\/p>\n  <p>10. Bei den Exporten ist Deutschland weltweit auf Platz drei. Nur China und die USA exportieren mehr. Aber, w\u00e4hrend die Pro-Kopf-Quote in den USA bei 4,2 Dollar liegt und in China nur bei 0,2 Dollar ist sie in Deutschland mit 16,2 Dollar um 80-mal h\u00f6her als in China.\u00a0Nun hinkt der Vergleich zwischen China mit seinen 1,4 Milliarden Menschen und der Bundesrepublik mit nur 83 Millionen B\u00fcrgern. Tats\u00e4chlich m\u00fcsste man ja den Vergleich zwischen China und der EU ziehen. Und dann ist der Export der EU mit gesamt \u00fcber 6,45 Billionen Dollar fast doppelt so hoch wie der Chinas und 3-mal so hoch, wie der der USA.<\/p>\n  <p>11. In Dresden entsteht eine neue Chipfabrik, in Magdeburg wird ein hochmodernes Mega-Halbleiterwerk gebaut und in Heide bei uns in Schleswig-Holstein eine Batteriefabrikation.<\/p>\n  <p>12. Selbst f\u00fcr die Zementproduktion \u2013 sie soll ja einer der gro\u00dfen Klimakiller sein \u2013 wurde vor Kurzem der Grundstein f\u00fcr ein klimaneutrales Zementwerk in Schleswig-Holstein gelegt.<\/p>\n  <p>13. Aus der Landwirtschaft h\u00f6rt man von so vielen neuen und umweltfreundlichen Bio-Ideen, sie alle hier aufzuz\u00e4hlen, w\u00fcrde uns mindestens den Tag kosten.<\/p>\n  <p>14. Vor drei Wochen nahm ich an der Pr\u00e4sentation einer neuen Nanopaste-Technologie teil. Das Ergebnis war: Diese Nanopaste \u2013 Made in Germany \u2013 ist fast wie das Ei des Kolumbus. Sie ist bereits patentiert und das erste Werk, dass diese Paste herstellt, wird gerade in Koblenz gebaut. Mir ihr l\u00e4sst sich ein voll funktionsf\u00e4higes Solarmodul fertigen, zu g\u00fcnstigeren Preisen als bisher. Mit der Paste k\u00f6nnen Batteriespeichermodule hergestellt werden. Mit der Paste k\u00f6nnen Heizmodule oder Lichtmodule gedruckt werden. Bei der Herstellung der Endprodukte werden keinerlei toxische Stoffe oder seltene Erden verarbeitet. Die verwendete Paste ist wasserfest, nicht brennbar und zu 100 Prozent biologisch abbaubar.<\/p>\n  <p>In einigen Jahren werden wir dadurch so viel Energie erzeugen und speichern k\u00f6nnen, dass die Energiekosten selbst unvorstellbar preiswert werden.<\/p>\n  <p>Die deutschen Ingenieure sind also schon viel weiter als ihre chinesischen Konkurrenten. Und auf der Forschung nach Ersatz f\u00fcr die seltenen Erden sind die europ\u00e4ischen Forscher schon l\u00e4ngst auf dem Weg.<\/p>\n  <p>Haben Sie genug der guten Nachrichten? Bei Bedarf liefere ich gerne mehr.<br>\n  <\/p>\n  <p><strong>Aber warum blicken wir Deutschen dann so pessimistisch in die Zukunft?<\/strong><\/p>\n  <p>Vielleicht ist die Antwort ganz einfach: Uns fehlt die Zuversicht in die Zukunft und in unsere Schaffenskraft.\u00a0&bdquo;Kiek in de S\u00fcnn un nich in&rsquo;t Muuslock&ldquo;, hei\u00dft eine CD von unserem Plattdeutschbeauftragten Heiner Evers. Wer \u00e4ngstlich in die Zukunft blickt, sieht nur Probleme, wer aber zuversichtlich nach vorne schaut, erkennt viele Chancen.<\/p>\n  <p>Angeblich gibt es die &bdquo;German Angst&ldquo;. Die anderen L\u00e4nder Europas verstehen uns gar nicht. Bei einem internationalen Treffen, an dem ich im vergangenen Herbst teilnahm, war ich sehr erschrocken, wie andere uns sehen. Wir Deutschen sind angeblich \u00e4ngstlich und haben immer ein schlechtes Gewissen wegen unserer Vergangenheit. Sabine Bode beschreibt dieses in ihrem Buch: &bdquo;Kriegsspuren. Die deutsche Krankheit German Angst&ldquo;. Bei all den guten Nachrichten neigen wir dazu, immer nur die schlechten zu lesen.<br>\n  <\/p>\n  <p><strong>Sollten wir als Deutsche vielleicht mal umdenken?<\/strong><\/p>\n  <p>\u00dcbrigens zur Presselandschaft \u2013 der ich ja angeh\u00f6re: Es gibt da den Grundsatz: Bad news are good news \u2013 Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Denn am besten verdienen die Verleger mit den schlechten Nachrichten, die werden am meisten gelesen, erzeugen die gr\u00f6\u00dfte Nachfrage und die h\u00f6chsten Werbeeinnahmen. <\/p>\n  <p>Achtet mal jeder auf sich selbst, welche Nachrichten er als erstes liest. Und bei den st\u00e4ndig ver\u00f6ffentlichten, schlechten Nachrichten kann man ja nur schlechte Laune bekommen. Hinzu kommt, dass wir alle uns in die ber\u00fchmte Internetblase zur\u00fcckziehen, anstatt uns auf unsere typisch deutschen Tugenden, Flei\u00df, Innovationskraft und Ideenreichtum, P\u00fcnktlichkeit und so weiter\u00a0zu verlassen. <\/p>\n  <p>Dabei hat Deutschland schon vielfach bewiesen, dass es aus diesen Tugenden Neues und Gutes entstehen lassen kann \u2013 wir sollten es wieder beweisen.<br>\n  <\/p>\n  <p><strong>Wer hat diese Nachricht am 14. Mai gelesen?<\/strong><\/p>\n  <p>&bdquo;Finanzmarktexperten blicken immer optimistischer auf die Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten. Der entsprechende ZEW-Index legt das zehnte Mal in Folge zu. Die Zuversicht speist sich aus immer mehr Anzeichen f\u00fcr eine anspringende Konjunktur.&#8220; Soweit diese Nachricht, eine weitere von vor drei Tagen: &#8222;Erwartungen steigen deutlich. Deutsche Export-Industrie optimistisch wie lange nicht- Laut IFO-Institut entwickelt die deutsche Exportwirtschaft zwar &#8217;noch keine gro\u00dfe Dynamik&#8216;, mittlerweile hat sich die Stimmungslage aber dennoch deutlich gebessert. Mehrere Branchen erwarten einen deutlichen Zuwachs.&#8220;<\/p>\n  <p>Ich habe schon lange den Newsletter &bdquo;Good-news&ldquo; abonniert. Da kann man viele gute Nachtrichten lesen \u2013 und das ist sehr angenehm.<\/p>\n  <p><br>\n    Nat\u00fcrlich ist nicht alles gut in unserem Land. Und die Politiker streiten oft mehr, als uns lieb ist. Aber diese Streitkultur geh\u00f6rt zur Demokratie dazu, seit mehr als 2.400 Jahren. Diese Demokratie und Streitkultur garantierten uns seit dem 2. Weltkrieg Frieden und Freiheit.\u00a0 Nicht zur Streitkultur geh\u00f6ren die t\u00e4tlichen Angriffe auf Politiker, wie der gegen den SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke und noch schlimmer der Mord des Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten Walter L\u00fcbcke im Jahr 2019. Diese Angriffe sowie auch die zunehmenden dumpfen Rufe auf Sylt vor wenigen Tagen, gef\u00e4hrden unseren Wohlstand und unsere Demokratie. Da m\u00fcssen wir als Gesellschaft dem Philosophen Karl Popper folgen, der sagt: &bdquo;wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.&ldquo;<\/p>\n  <p>Wer wissen m\u00f6chte, wie wichtig Frieden und Freiheit sind, sollte die Menschen in der Ukraine und leider jetzt auch in Georgien fragen.<br>\n  <\/p>\n  <p>Martin Luther hat gesagt: wenn ich w\u00fcsste, dass morgen die Welt untergeht, w\u00fcrde ich heute noch einen Baum pflanzen. Wie zuversichtlich muss Nelson Mandela gewesen sein, dass er 27 Jahre Haft \u00fcberstanden hat?<\/p>\n  <p>Die Zuversicht bestimmt also im Wesentlichen mit, wie wir unsere Zukunft gestalten.<\/p>\n  <p><br>\n    Und dann gibt es da noch die drei jungen Sch\u00fctzenbr\u00fcder, die wir in diesem Jahr aufgenommen haben: Alle drei haben sich im vergangenen Jahr erfolgreich mit gro\u00dfer Zuversicht selbst\u00e4ndig gemacht.<\/p>\n  <p>Der erste mit einer sehr innovativen Oberfl\u00e4chenbehandlung f\u00fcr K\u00fcchenm\u00f6bel. <\/p>\n  <p>Der zweite in der Baubranche, die ja darniederliegen soll.<\/p>\n  <p>Und der dritte in der Metallverarbeitungs-Industrie, von der gesagt wird, dass sie Konjunkturprobleme hat.<\/p>\n  <p>Auch diese drei Sch\u00fctzenbr\u00fcder k\u00f6nnen uns Vorbilder in Sachen Zuversicht sein.<\/p>\n  <p><br>\n    Am 9. Juni ist ja nicht nur B\u00fcrgermeisterwahl in unserer Stadt, zugleich haben wir wieder die Wahl, \u00fcber Frieden, Freiheit und Wohlstand zu entscheiden. Die Europawahl steht an. Die Europ\u00e4ische Union ist die politisch und wirtschaftlich erfolgreichste Gemeinschaft souver\u00e4ner Staaten in der Geschichte. Materieller Wohlstand und wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit in der EU sind rund dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt. Die Mitgliedsl\u00e4nder geh\u00f6ren zu den weltweiten Spitzenreitern bei Einkommensgleichheit, Bildung und Lebenserwartung. Selbst Drittstaaten wie die Schweiz oder Norwegen haben sich daher den Gemeinschaftsregeln angeschlossen und leisten ohne eigene Mitspracherechte einen substanziellen Beitrag zum Haushalt der EU.<\/p>\n  <p>Der von vielen so sehr kritisierte Europ\u00e4ische Wirtschaftsraum hat neben Frieden und Freiheit in den vergangenen Jahrzehnten auch enormen Reichtum geschaffen. Gerade die Deutschen haben davon am meisten profitiert. Das ist ein guter Beweis, dass es gerade die Parteien der politischen Mitte waren, die uns das erm\u00f6glicht haben. <\/p>\n  <p><br>\n    Weil mir meine Freiheit mehr als wichtig ist, ich meine Rechte nicht verlieren will und ich aus langj\u00e4hriger Erfahrung wei\u00df, dass die Zuversicht so wichtig f\u00fcr unsere Zukunft ist, empfehle ich bei der Europawahl, keine leichtsinnigen Experimente einzugehen, sondern die Parteien der politischen Mitte zu w\u00e4hlen. Auf die konnten und k\u00f6nnen wir uns verlassen, auch, wenn es manchmal nicht so gut l\u00e4uft. <\/p>\n  <p><br>\n    Lassen Sie uns das Glas erheben und ansto\u00dfen, auf das was uns wichtig sein sollte: auf die Zuversicht, den Frieden und die Freiheit.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>\n<div>\n<p>Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2023<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2023<\/b><\/h3>\n<h1 align=\"center\">Friedrich-Karl Kasten<\/h1>\n<\/div>\n<div>\n<p>&#8222;Majest\u00e4ten, Altm\u00e4nner, meine Damen und Herren Ehreng\u00e4ste, liebe Sch\u00fctzenschwestern und Sch\u00fctzenbr\u00fcder, meine Damen und Herren!<\/p>\n<p>Gleich werden wir die deutsche Nationalhymne singen. Darin geht es um: Einigkeit und Recht und Freiheit f\u00fcr das Deutsche Vaterland, die des Gl\u00fcckes Unterpfand sind und die uns zur Bl\u00fcte f\u00fchren sollen.<\/p>\n<p>Was ist damit gemeint? Ich m\u00f6chte diese Begriffe zur Einstimmung auf unseren Gesang n\u00e4her betrachten.<\/p>\n<p>Erstens: Einigkeit.<\/p>\n<p>Hei\u00dft das, dass wir immer einer Meinung sein sollen, was zu tun und zu lassen ist? Sicher nicht. Aber wir sollten einig in den Grundprinzipien unseres Gemeinwesens sein. In einer Demokratie gibt es unterschiedliche Interessen und Meinungen. Klar. Die Parteien streiten um den richtigen Weg. Aber die Mehrheit entscheidet und es besteht Einigkeit dar\u00fcber, dass die Mehrheitsentscheidung dann f\u00fcr alle verbindlich ist und akzeptiert wird (auch wenn dies manchen manchmal schwer f\u00e4llt).<\/p>\n<p>\u201eConcordia domi, foris pax\u201c steht am L\u00fcbecker Holstentor. Das sagt alles: Eintracht zu Hause, nach au\u00dfen Frieden. In der franz\u00f6sischen Revolution 1789 hie\u00df es: Egalite, Fraternite, Liberte. Im Prinzip ist damit genau das gleiche gemeint, wie in unserer Hymne: Fraternite=Br\u00fcderlichkeit oder Einigkeit, Egalite=Gleichheit vor dem Gesetz bzw. im Recht und Liberte=Freiheit. Das gilt nach wie vor und mehr denn je. Und wie steht es damit bei uns?<\/p>\n<p>Regierungswechsel f\u00fchren bei uns nicht zum Sturm auf das Reichstaggeb\u00e4ude oder das Landeshaus oder das Neust\u00e4dter Rathaus. Nat\u00fcrlich wird um die Macht gek\u00e4mpft, wohl auch mit harten Bandagen.<\/p>\n<p>Aber das Volk w\u00e4hlt und verteilt die Macht. Gewaltenteilung und das Grundgesetz bilden den Rahmen, darin sind wir uns einig.<\/p>\n<p>Personen, die au\u00dferhalb dieser Ordnung stehen, gibt es auch, aber auch darin sind wir einig, dass diese notfalls \u00fcberwacht werden m\u00fcssen und im Zweifel Probleme mit der Staatsgewalt bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich war lange Mitglied der Neust\u00e4dter Stadtverordnetenversammlung und auch da herrscht \u00fcber die Grundlagen Einigkeit, die meisten Entscheidungen werden sogar einstimmig getroffen. Das k\u00f6nnen die hier anwesenden Mitglieder des Hauptausschusses sicher best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Und unsere Gilde? Sie besteht schon fast so lange wie die Stadt Neustadt in Holstein.<\/p>\n<p>Auch bei uns gibt es unterschiedliche Auffassungen zu verschiedenen Themen und auch wir m\u00fcssen aufpassen, dass uns die Einigkeit nicht verloren geht. Hier bei uns, ebenso wie in der Republik.<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass alles nicht so einfach zu l\u00f6sen ist, wie mancher Stammtisch es glaubt. Die Klimaproblematik ist ein gutes Beispiel: Die Temperaturen steigen ohne Zweifel und der Kohlendioxydausstoss weltweit ist eine wesentliche Ursache. Aber k\u00f6nnen wir in Deutschland die Welt retten und nehmen andere Staaten uns als gutes Vorbild? Belasten wir Wirtschaft und B\u00fcrger zu stark mit erforderlichen Ma\u00dfnahmen? Die Experten streiten und Interessengruppen auch.<\/p>\n<p>Aber zum Gl\u00fcck wird nicht so gestritten, wie in Frankreich wegen der Rentenreform von Pr\u00e4sident Macron und auch nicht wie in Israel wegen der Abschaffung der Gewaltenteilung oder gar in den USA, wo das Land tief gespalten ist, weil ein narzisstischer Ex-Pr\u00e4sident seine Anh\u00e4nger mit allen &#8211; auch unlauteren &#8211; Mitteln aufhetzt. Und auch nicht wie im Sudan, wo zwei durchgeknallte Gener\u00e4le um die Macht k\u00e4mpfen, und es ihnen egal ist, wie viele Menschen sterben oder hungern.<\/p>\n<p>Zweitens: Recht.<\/p>\n<p>Hier geht es um Rechte und Pflichten, Gesetze und Ordnung. Vor dem Gesetz sind alle gleich, hei\u00dft es in Artikel 3 Abs. 1 GG, auch gleich welchen Geschlechts, welcher Religionszugeh\u00f6rigkeit usw. und die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar, steht in Art. 1 GG.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist in Deutschland gesetzlich oder per Verordnung geregelt, was erlaubt oder verboten ist. Zuwiderhandlungen sind zum gro\u00dfen Teil mit Strafen bedroht, wie im Strafgesetzbuch festgehalten und geregelt ist. Nat\u00fcrlich gibt es auch viele Wohltaten des Staates f\u00fcr Menschen, die aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden benachteiligt sind, festgelegt in der Sozialgesetzgebung. Im Prinzip ist alles geregelt in Deutschland und mancher st\u00f6hnt wegen der Umst\u00e4ndlichkeit und Langsamkeit der B\u00fcrokratie bei uns. Bisher konnten aber alle Bem\u00fchungen, die B\u00fcrokratie zu verschlanken, erfolgreich abgewehrt werden.<\/p>\n<p>Auch ich gebe zu bedenken, dass wir Deutschen uns ganz unwohl f\u00fchlen, wenn etwas nicht genau gereglt ist. Dann schreit jeder nach Vorschrift.<\/p>\n<p>Besonder wichtig ist in diesem Zusammenhang die Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative und Judikative, die staatlicher Willk\u00fcr Einhalt gebieten, und den Menschen ihre Rechte und Schutz gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Schwierig wird es bei allen Regelungen immer, wenn sie nicht beachtet oder unberechtigt ausgenutzt werden. Das l\u00f6st Neid, Frust und Ohnmacht aus, die dem Staat angelastet werden, weil er zu schwach ist, seine Gesetze durchzusetzen. Ich erw\u00e4hne Clans, die ihre eigenen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und vor unserer Polizei etc. keinen Respekt haben. Damit wird der Rechtsstaat nur schwer fertig, weil f\u00fcr Bestrafungen und Verurteilungen vor Gericht immer stichhaltige Beweise erforderlich sind. Im Zweifel f\u00fcr den Angeklagten, auch wenn vieles oder alles auf eine Straftat hinweist. Ich bin selbst als Sch\u00f6ffe t\u00e4tig und wei\u00df, wovon ich rede. Das gilt eben auch f\u00fcr gewaltt\u00e4tige Demonstrationen gegen was auch immer, bei denen unsere Polizei und Rettungskr\u00e4fte angegriffen und verletzt werden.<\/p>\n<p>Das ist schwer auszuhalten, wenn keine T\u00e4ter gerichtsfest ermittelt werden k\u00f6nnen und Rufe nach h\u00e4rteren Strafen und konsequentem Durchgreifen sind wohlfeil.<\/p>\n<p>Schwierig ist auch die Situation des Zuzugs von Menschen nach Deutschland, die sich nicht einf\u00fcgen wollen oder k\u00f6nnen. Wir brauchen dringend Arbeitskr\u00e4fte, das sp\u00fcren wir alle, aber diese Menschen d\u00fcrfen oft nicht arbeiten weil es irgendwelche Vorschriften gibt, die das nicht zulassen. Die sprachliche Barriere kommt erschwerend hinzu. Das ist schlecht f\u00fcr die Betroffenen, weil sie nichts zu tun haben und sich langweilen und\/oder auf dumme Gedanken kommen. Hinzu kommt, dass Abschiebungen von Menschen, die keine Aussicht auf Bleibeperspektive haben oder schwer straff\u00e4llig geworden sind, nicht klappen, weil Rechtsmittel eingelegt werden oder die Leute einfach nicht da sind, wenn es losgehen soll oder weil kein Herkunftsstaat sie zur\u00fccknehmen will.<\/p>\n<p>Bisher wird mit Geld vieles gekittet, aber die Grenzen sind sichtbar uns es m\u00fcssen andere L\u00f6sungen gefunden werden. Was in der Europ\u00e4ischen Union aber bisher nicht gelungen ist, weil es einige Staaten gibt, die sich einer solidarischen L\u00f6sung verweigern. Somit ist die Problematik am Stammtisch leicht, in der Realit\u00e4t aber schwer zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Von Reichsb\u00fcrgern, die die Bundesrepublik nicht anerkennen wollen, will ich gar nicht erst reden, aber es gibt eine Menge Leute in Deutschland, die mit den herrschenden Verh\u00e4ltnissen unzufrieden sind. Manche Kritik mag berechtigt sein, aber wollen wir wirklich ein anderes Rechtssystem? Ist es irgendwo besser?<\/p>\n<p>Drittens: Freiheit.<br>Auch sie pr\u00e4gt unser Leben entscheidend. Wir d\u00fcrfen denken, sagen und tun, was wir wollen. Allerdings endet unsere Freiheit da, wo die anderer anf\u00e4ngt. Und sie endet da, wo das Grundgesetz dies vorgibt. Wir haben Reisefreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit der Berufswahl, freie Wahlen, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit und neuerdings darf man bald sogar sein Geschlecht frei w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Beschr\u00e4nkungen der Freiheit bedarf es formaler Akte, gegen die man sich verteidigen darf und kann. Manchmal ist die Aus\u00fcbung der Freiheitsrechte moralisch gerechtfertigt und legal, obwohl sie die Freiheit anderer beschneidet, z.B. durch Streiks, die Reisende ausbremsen oder die Behandlung von Patienten verschieben, was naturgem\u00e4\u00df unangenehm f\u00fcr die Betroffenen ist, aber erduldet werden muss. Andere Aus\u00fcbungen der Freiheitsrechte, die gegen Gesetze versto\u00dfen, wie z.B. Angriffe auf Sicherheits- oder Rettungskr\u00e4fte bei Demonstrationen oder in letzter Zeit Stra\u00dfenblockaden durch die \u201eLetzte Generation\u201c mit den bekannten Auswirkungen m\u00fcssen nicht hingenommen werden.<\/p>\n<p>All das kl\u00e4rt der Rechtsstaat &#8211; auch wenn er dies manchmal zu unzureichend schafft. Aber daf\u00fcr sind wir ganz weit entfernt von den Beschr\u00e4nkungen der Freiheit in vielen anderen L\u00e4ndern, wo man nur ein flasches Wort zu sagen braucht, um wehrlos staatlicher Willk\u00fcr ausgesetzt zu sein. Wie in China, wie in Russland, wie in der T\u00fcrkei oder im Iran, um nur einige Beispiel zu nennen.<\/p>\n<p>Hier darf man selbst in Bayern beim Starkbieranstrich auf dem Nockerberg bei\u00dfende Kritik an der Bayrischen Staatsregierung und am Ministerpr\u00e4sidenten \u00fcben, ohne in tiefen Kerkern zu verschwinden. Und die Betroffenen m\u00fcssen dazu noch l\u00e4cheln, weil es im Fernsehen \u00fcbertragen wird.<\/p>\n<p>Fazit: Es ist nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt, und es gibt Vieles bei uns, was nicht perfekt l\u00e4uft. Die Bedrohungen und Belastungen f\u00fcr Staat und Gesellschaft nehmen ebenso zu, wie die Anforderungen an beide. Gefahren drohen, von au\u00dfen, von innen und durch den Klimawandel. Vers\u00e4umnisse in der Vergangeheit treten deutlich zutage und wollen alle m\u00f6glichst sofort behoben werden. Ich nenne nur: Innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit, Digitalisierung, Infrastruktur von Geb\u00e4uden und Verkehrswegen, Umweltschutz usw.<\/p>\n<p>Aber: Demokratie hei\u00dft k\u00e4mpfen um Einigkeit, k\u00e4mpfen um Recht und k\u00e4mpfen um Freiheit. Es geht um Schutz f\u00fcr Verfolgte, um Rechte von Minderheiten aber auch den Schutz des Staates vor \u00dcbergriffen jedweder Art und Weise.<\/p>\n<p>Ich sage trotz aller Missst\u00e4nde: was f\u00fcr ein Gl\u00fcck haben wir, dass wir in Deutschland, in Schleswig-Holstein, in Neustadt in Holstein leben.<\/p>\n<p>Wer anderer Meinung ist, kann gern gehen, wohin er m\u00f6chte und hier seinen Platz frei machen f\u00fcr jemanden, der das zu sch\u00e4tzen wei\u00df.<\/p>\n<p>Deshalb singen wir jetzt unsere sch\u00f6ne Hymne und ich w\u00fcnsche uns ein fr\u00f6hliches Sch\u00fctzenfest.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div>\n<div>\n<div>\n<p>Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2022<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2022<\/b><\/h3>\n<h3 align=\"center\">Wir m\u00fcssen reden.<br>Deutschland, wir m\u00fcssen reden!<\/h3>\n<h1 align=\"center\">Claus zum Felde<\/h1>\n<\/div>\n<div>\n<p>Was ist aus Dir geworden? Ein alter Mann von knapp 80 Jahren?<br>Erinnerst Du dich noch an die Zeit, als man Dich als Wirtschaftswunder bestaunte?<br>Als Deine Ingenieure weltweiten Ruhm besa\u00dfen und Du zu einem der gr\u00f6\u00dften Exporteure der Welt aufgestiegen bist?<br>Viele Jahre hast Du deine Bev\u00f6lkerung ern\u00e4hrt und ihnen immer mehr Wohlstand beschert.<br>Und heute? Deutschland, was ist aus Dir geworden?<\/p>\n<p>Deutschland, wir m\u00fcssen reden!<br>Seit Jahren schlingerst Du von einer Krise in die andere. Begonnen hat das Desaster mit der Bankenkrise, gefolgt von der Eurokrise, der Einwanderungskriese und der Coronakrise. Jetzt bist Du sogar noch in einen Krieg eingebunden \u2013 auch, wenn Du das gar nicht wolltest.<\/p>\n<p>Ja, zu Deiner Verteidigung sagst Du immer: daran bin ich ja gar nicht selbst Schuld.<br>Lehmann-Brother war eine Bank in den USA. Die hoch verschuldeten Euro-L\u00e4nder waren die andere Euro-L\u00e4nder und nicht ich.<br>Und den B\u00fcrger-Krieg in Syrien habe ich auch nicht angefangen.<br>Du hast immer eine Ausrede.<br>Und ich glaube, genau darin liegt Dein Problem.<\/p>\n<p>Vor 70 \u2013 80 Jahren kam es Dir gar nicht in den Sinn, \u00fcber Krisen nachzudenken. Zu sehr warst Du damit besch\u00e4ftigt, Deinen Aufbau nach dem 2. Weltkrieg (der \u00fcbrigens von Dir ausging) zu organisieren. Nach dem Motto \u201eschaffe, schaffe, H\u00e4usle baue\u201c war Deine Bev\u00f6lkerung bereit, Kompromisse einzugehen, anzupacken und auch mal F\u00fcnfe gerade sein zu lassen. Das Volk fragte nicht danach, welche Sozialleistungen der Staat geben kann \u2013 oder welches Gesetz, welche Richtlinie noch sein muss, um allen gerecht werden zu k\u00f6nnen. Deine Bev\u00f6lkerung arbeitete einfach \u2013 ganz praktisch und strebsam.<\/p>\n<p>Und heute: Deine Gesetze und Vorschriften sind so engmaschig geworden, dass eine schnelle Umsetzung von Idee, Bauvorhaben oder anderen Innovationen immer so lange brauchen, bis die Mitbewerber sie l\u00e4ngst fertig haben.<\/p>\n<p>Ja \u2013 Dir gelingt es immer und immer wieder, den technologischen Fortschritt zu entwickeln. Aber dann schaffst Du es auch, dass dieser Fortschritte in anderen L\u00e4ndern der Welt umgesetzt wird.<\/p>\n<p>Du m\u00f6chtest ein Beispiel? Ich nenne Dir heute nur drei:<br>Die 5 G \u2013 Technologie ist an einer deutschen Universit\u00e4t entstanden \u2013 in China wurde sie umgesetzt.<br>Das Elektro-Auto haben deutsche Ingenieure entwickelt \u2013 bei TESLA in Californien.<br>Dass die Solarpanelen-Fabrikation nach China abgewandert ist, hast Du \u00fcbrigens ebenso selbst verschuldet.<br>Immer wieder beengst Du diese Innovationen durch eigene Gesetze.<\/p>\n<p>Und dann wunderst Dich, wenn in Brandenburg nicht nur eine Autofabrik sondern auch eine Batteriefabrik \u2013 gegen die bei Dir geltenden Gesetze \u2013 in Windeseile entstehen konnte.<\/p>\n<p>Und darf ich Dich noch auf ein ganz aktuelles Problem hinweisen? Es ist ein Problem, dass genau jenes beschreibt und offenbart, was ich schon angesprochen habe: Gesetze, Richtlinien und die F\u00f6rderung von Innovationen. Du schaffst es immer wieder diese drei Dinge so zu steuern, dass Du dir dabei selbst das Bein stellst. Das offenbart sich in der Bundeswehr.<\/p>\n<p>Seit 2014 sind die Milit\u00e4rausgaben f\u00fcr die Bundeswehr von damals 32 Milliarden Euro auf heute 56 Milliarden Euro gestiegen. Wir haben also seit 2014 mehr als 300 Milliarden Euro f\u00fcr die R\u00fcstung ausgegeben. Mit dem Ergebnis: dass die Schiffe nicht schwimmen, die Flugzeuge nicht fliegen und die Panzer nicht fahren. Selbst hochrangige Gener\u00e4le verk\u00fcnden: wir sind nicht verteidigungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch.<br>Und wo dran liegt das jetzt \u2013 welche Ausrede hast Du nun schon wieder?<\/p>\n<p>Ich sage es Dir. Die Bundeswehr hat rund 184.000 Soldaten \u2013 und 81.000 Zivilangestellte. Das Bundeswehrbeschaffungsamt ist ein eigener Kosmos von Beamten, Juristen und Besserwisser, schreibt der Focus und wird bei dieser Meinung vom langj\u00e4hrigen Leiter der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit Frank-J\u00fcrgen Wiese unterst\u00fctzt. Hier genau kann man das ganze Ausma\u00df deutscher \u00dcber-Gr\u00fcndlichkeit erkennen, das offensichtlich nur dazu dient, die Bewegungsfreiheit deutscher Industrie einzuengen und den Mitarbeitern des Beschaffungsamtes eine gut bezahlte ruhige Arbeitsstelle zu beschaffen. Das ist schon fast Sozialismus pur.<\/p>\n<p>Das Schlimme daran ist: Deutschland, Du bist selbst schuld. Du stehst Dir selbst im Weg.<\/p>\n<p>Deutschland, wir m\u00fcssen reden!<\/p>\n<p>Ja, auch ich habe gedacht, dass man durch den Handel auch eine Ann\u00e4herung zwischen bisher verfeindeten Staaten erreichen kann, um somit den Frieden zu sichern. Diese Diskussion will ich hier nicht beginnen.<br>Aber wir sind in eine gef\u00e4hrliche Energieabh\u00e4ngigkeit geraten, die uns gerade handlungsunf\u00e4hig macht. Ohnm\u00e4chtig stehen wir einem bombardieren Wahnsinnigen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Und da frage ich mich \u2013 warum k\u00f6nnen wir die Laufzeit der letzten drei Atomkraftwerke nicht einfach verl\u00e4ngern? Aus ideologischen Gr\u00fcnden?<br>Deutschland \u2013 du solltest Dich mal von Au\u00dfen betrachten.<\/p>\n<p>Europa, auch wir m\u00fcssen reden!<\/p>\n<p>Du hast so zuversichtlich begonnen, den Frieden nach den beiden schlimmen Kriegen des letzten Jahrhunderts zu sichern. Und aus den Anf\u00e4ngen mit der Montanunion sollte ein gro\u00dfer friedlicher Kontinent entstehen. Die ersten Jahre haben alle begeistert.<\/p>\n<p>Doch Du hast Dich anstecken lassen \u2013 von der Unzul\u00e4nglichkeit Deiner Mitgliedsl\u00e4nder. Schon bald wurde auch Dir die Verwaltung Deiner Interessen durch die Beamten wichtiger, als der europ\u00e4ische Grundgedanke. Wir erinnern uns noch \u2013 die Kr\u00fcmmung der Gurke war eines der Symbole europ\u00e4ischen Verwaltungs-Wahnes. Immer mehr Vorschriften, immer mehr Einschr\u00e4nkungen immer mehr Umst\u00e4ndlichkeit. Irgendwann wurde sogar ein deutscher Politiker beauftragt, diese \u00dcber-Verwaltung zu reformieren. Geld hat er daf\u00fcr bekommen \u2013 eine L\u00f6sung wurde nicht geschaffen. Es wurde nur schlimmer.<\/p>\n<p>Hinzu kam, dass nun nicht mehr eine demokratische Mehrheit f\u00fcr neue Richtlinien entscheidet, so wie wir es gelernt hatten. Nein \u2013 Einstimmigkeit ist heute gefordert.<\/p>\n<p>Wie willst Du in Zukunft noch etwas an Dir \u00e4ndern oder verbessern, wenn Du selbst schon das demokratische Mittel der Mehrheit abgeschafft hast?<\/p>\n<p>Aktuell streitest Du Dich mit den Mitgliedsl\u00e4ndern auf allen Ebenen. In der Verteidigungspolitik, der Rechtspolitik, der Einwanderungspolitik \u2013 um nur die heute sichtbarsten zu nennen. Bei deiner Gro\u00dfmannssucht \u2013 dass alle europ\u00e4ischen L\u00e4nder m\u00f6glichst schnell Mitglied werden sollten, hast Du schlicht und einfach \u00fcbersehen, dass es wichtig gewesen w\u00e4re, die Einhaltung der gro\u00dfen europ\u00e4ischen Werte \u2013 so wie du sie selbst einmal gewollt hast \u2013 als Voraussetzung f\u00fcr eine Mitgliedschaft zu machen. Heute bist Du zwar ein gro\u00dfer internationaler Wirtschaftsraum, aber schon gibt es die ersten Absetzungsversuche bisher befreundeter Staaten oder Teile von ihnen. Der Brexit ist nur ein Hinweis darauf.<\/p>\n<p>Bei Dir bestimmt mittlerweile nicht mehr die beste Idee den Fortschritt. Sondern die gr\u00f6\u00dften Anspr\u00fcche deiner Mitglieder m\u00fcssen ber\u00fccksichtig werden, um in europ\u00e4isches Recht eingebaut werden zu k\u00f6nnen. Ungarn zeigt Dir gerade, wie handlungsunf\u00e4hig Du geworden bist.<\/p>\n<p>Wladimir, wir m\u00fcssen erst recht reden!<\/p>\n<p>Es ist diplomatisch \u00e4u\u00dferst unh\u00f6flich, Dich mit Deinem Vornamen anzusprechen.<br>Aber wie soll ich Respekt vor einem Menschen haben, der keinen Respekt vor tausenden Menschenleben hat?<br>Ich glaube, wir m\u00fcssen gemeinsam noch einmal die Geschichts-Schulbank dr\u00fccken. Da fangen wir dann mit dem Unterrichtsstoff der 7. Klasse der Realschule an.<\/p>\n<p>Wir haben damals gelernt, dass der Friede in Schleswig-Holstein nach Jahrhunderten langen Feindseligkeiten durch eine ganz einfache Entscheidung kam.<\/p>\n<p>Man machte eine Volksabstimmung.<br>Sie bestimmte, dass es ein Schleswig in zwei L\u00e4ndern geben kann. Und dazwischen zog man eine gr\u00fcne durchl\u00e4ssige Grenze. Seitdem haben wir Frieden. So einfach w\u00e4re es auch im Donbass gegangen. Wenn Du gewollt h\u00e4ttest.<br>Aber nein, der kleine Mann im gro\u00dfen Kreml, glaubt ja, dass nicht das Volk, sondern der Pr\u00e4sident bestimmen kann, was das Volk wirklich will.<\/p>\n<p>Wladimir, hier ein guter Rat: ein Pr\u00e4sident, der auch anerkannt werden m\u00f6chte, fragt sein Volk.<br>So ist das jedenfalls.<br>So funktioniert die moderne Welt.<br>Mit Ausnahme in China, bei dem Nordkoreaner und anderen Wenigen \u2013 nun geh\u00f6rst auch Du zu denen.<br>Bleiben wir bei der Geschichte und Dein Gerede von den angestammten Rechten, die Du mit der Ukraine verbindest. Da hast Du im Geschichtsunterricht nicht zugeh\u00f6rt. Das Volk der Rus kommt urspr\u00fcnglich aus Skandinavien bestenfalls aus Wei\u00dfrussland. Erst sp\u00e4ter haben sie sich in der Ukraine sesshaft gemacht. Da, wo Du jetzt Krieg f\u00fchrst, wohnten die Tartaren und Kosaken. Und die wiederum kommen aus Turkmenistan und Kasachstan.<br>Richtig: Deine Vorg\u00e4nger \u2013 allesamt Imperialisten \u2013 haben das auch anders gesehen. Aber musst Du gleich alle Fehler, die die gemacht haben, wiederholen?<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich haben die Ukrainer sich der demokratischen Welt zugewendet. Mit einer freien Wahl aller B\u00fcrger. Ach entschuldige \u2013 das kennst Du ja auch nicht.<\/p>\n<p>Deutschland, Europa und Wladimir wir m\u00fcssen zusammen reden!<\/p>\n<p>Konkreter: hinsetzen, Ruhe im Klassenraum und schreibt euch das Nachfolgende hinter die Ohren.<br>\u201eSolange ihr eure jeweilige Arroganz nicht ablegt und nicht miteinander redet, sondern weiter aufeinander herumpr\u00fcgelt, werdet ihr alle drei zu den Verlierern geh\u00f6ren. Und der lachende Dritte steht auch schon bereit \u2013 in Peking.<br>Daher empfehle ich euch schon heute: redet, redet, redet \u2013 und zwar miteinander und auf Augenh\u00f6he.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, das wird sehr schwer sein \u2013 aber es ist der einzige Weg, damit ihr auch danach von euren V\u00f6lkern anerkannt werdet.\u201c<\/p>\n<p>Verehrte G\u00e4ste,liebe Sch\u00fctzenschwestern und Sch\u00fctzenbr\u00fcder, auch wir m\u00fcssen reden.<\/p>\n<p>In schwierigen Zeiten, wenn Krisen das Tagesgeschehen auf der Welt beherrschen, neigen die Menschen schon seit Jahrtausenden dazu, sich ihre eigenen L\u00f6sungen zurecht zu legen. Wissenschaft und die Realit\u00e4t werden dann sehr gerne ausgeblendet und Verschw\u00f6rungstheorien entwickelt. Das erleben wir auch in der heutigen Zeit. Angefeuert werden diese Unwahrheiten auch ganz bewusst \u00fcber das Internet. Die Feinde unserer Demokratie wollen gezielt mit Fake-News unsere freiheitliche Demokratie zerst\u00f6ren. Nur so k\u00f6nnen sie Unfrieden unter uns entwickeln und ihre imperialen und despotischen Ziele erreichen.<\/p>\n<p>Davor m\u00fcssen wir uns gerade jetzt gemeinsam bewahren.<\/p>\n<p>Darum, liebe Festversammlung, bleibr kritisch, lasst euch nicht von der ber\u00fchmten Internetblase einwickeln. Informiert euch m\u00f6glichst vielf\u00e4ltig. H\u00f6rt auch mal einer gegenteiligen Meinung zu. Und versucht nicht gleich auf Stammtisch-Niveau zu widersprechen. Man muss ja nicht die andere Meinung \u00fcbernehmen, aber anh\u00f6ren sollte man sie trotzdem.<\/p>\n<p>Wir sollten jetzt zusammenstehen, wir sollten jetzt kritisch bleiben und unseren Verstand immer hinterfragen, damit wir auch in vielen Jahren noch mit Freude das Lied singen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Einigkeit und Recht und Freiheit.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2019<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2019<\/b><\/h3>\n<h3 align=\"center\">&#8222;Zukunft braucht Euopa&#8220;<\/h3>\n<h1 align=\"center\">Sebastian Schmidt<\/h1>\n<\/div>\n<div>\n<p>Sehr geehrte Majest\u00e4ten,&nbsp;sehr verehrte Ehreng\u00e4ste,&nbsp;liebe Sch\u00fctzenschwestern, liebe Sch\u00fctzenbr\u00fcder,&nbsp;meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>Zukunft braucht Europa. Die Themenauswahl f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Vaterl\u00e4ndische Rede&nbsp;fiel mir leicht. In Neustadt in Holstein feiern wir neben dem 775-j\u00e4hrigen&nbsp;Stadtjubil\u00e4um, das 30. Europ\u00e4ische folklore festival sowie 50 Jahre Europastadt&nbsp;Neustadt in Holstein. Dar\u00fcber hinaus fanden im letzten Monat die Wahlen zum&nbsp;Europ\u00e4ischen Parlament statt.<\/p>\n<p>Auch wenn Europa bereits 1979 von Harald Zeh und 1993 sowie 2004 von G\u00fcnter&nbsp;Schulz im Mittelpunkt vergangener Vaterl\u00e4ndischen Reden stand, ist das Thema&nbsp;heute gleichwohl aktuell. Ein Beleg daf\u00fcr ist die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung&nbsp;bei der Europawahl.<\/p>\n<p>Meine Thesen zur Zukunft Europas m\u00f6chte ich im Folgenden darstellen. Und Ihnen&nbsp;gebe ich vorab die Frage auf den Weg: Muss der Begriff Vaterland erweitert werden&nbsp;auf Vaterland Europa? \u00dcber die Zukunft kann man sich erst seri\u00f6s Gedanken&nbsp;machen, wenn man einen geschichtlichen Blick zur\u00fcck wirft.<\/p>\n<p>Europa ist durch Mut entstanden. Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg haben&nbsp;couragierte Staatsm\u00e4nner wie Konrad Adenauer und Robert Schumann den&nbsp;Teufelskreis aus Hass und Krieg durchbrochen. Mit konkreten Schritten haben sie&nbsp;den Weg der europ\u00e4ischen Einigung eingeschlagen \u2013 gegen erbitterten Widerstand&nbsp;von Nationalisten mit ihren extremistischen Zielen. Davon profitieren wir bis heute.&nbsp;Nie zuvor gab es eine best\u00e4ndigere Phase des Friedens auf unserem Kontinent.<\/p>\n<p>Deutschland &#8211; in der Mitte Europas &#8211; hat dieser Einigung besonders viel zu&nbsp;verdanken. Europa erm\u00f6glichte dem westlichen Teil Deutschlands nach dem Zweiten&nbsp;Weltkrieg die R\u00fcckkehr in die internationale V\u00f6lkergemein-schaft. Erst Europa&nbsp;erm\u00f6glichte nach dem Fall der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs eine&nbsp;friedliche Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit.<\/p>\n<p>Zusammengefasst: Die europ\u00e4ische Idee bleibt der bedeutendste politische&nbsp;Fortschritt des vergangenen Jahrhunderts: Freiheit, Demokratie und&nbsp;Menschenrechte, wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Partnerschaft \u00fcber&nbsp;nationale Grenzen hinweg.<\/p>\n<p>Ich wurde 1993 geboren. Also nachdem 12 L\u00e4nder in der holl\u00e4ndischen Stadt&nbsp;Maastricht den \u201eVertrag \u00fcber die Europ\u00e4ische Union\u201c unterschrieben hatten und vor&nbsp;der Einf\u00fchrung des Euro. Die D-Mark erinnere ich nur noch dunkel. Es schien alles&nbsp;gekl\u00e4rt und geregelt. Die Fragen, ob der Reisepass noch g\u00fcltig ist oder noch Bargeld&nbsp;gewechselt werden muss, waren f\u00fcr mich sehr selten Bestandteil der Planung f\u00fcr&nbsp;eine Reise ins nahe Ausland.<\/p>\n<p>Noch nie wurde mir an der Grenze durch eine Kontrolle das Gef\u00fchl vermittelt,&nbsp;verd\u00e4chtig, anders oder gar nicht willkommen zu sein. Das Land ist ein Nachbarland.&nbsp;Die Menschen sind Nachbarn. Meiner Generation wurde ein geeintes Europa in die&nbsp;Wiege gelegt. Gerade deshalb sollten wir uns h\u00fcten, es als gegeben hinzunehmen.<\/p>\n<p>Heute ist es ernste Aufgabe diese Errungenschaften zu bewahren. Dazu geh\u00f6rt, sich&nbsp;nicht nur \u00fcber das komfortable Reisen zu freuen.<\/p>\n<p>Alle Menschen \u2013 nat\u00fcrlich auch wir hier im Saal &#8211; k\u00f6nnen daf\u00fcr sorgen, dass Europa&nbsp;auch in Zukunft zusammenh\u00e4lt. Dieser Zusammenhalt ist der Schl\u00fcssel um&nbsp;Zukunfts\u00e4ngste, Unruhen und krisenhafte Entwicklungen in einzelnen&nbsp;Mitgliedsstaaten zu begegnen. Er kommt nicht von selbst. Zusammenhalt in Europa&nbsp;setzt Verst\u00e4ndigung voraus. Wir d\u00fcrfen uns nicht ausschlie\u00dflich von unseren&nbsp;kurzfristigen vermeintlichen nationalen Interessen leiten lassen. Gerade Deutschland&nbsp;als gro\u00dfes und wirtschaftlich starkes Land muss immer auch den Ausgleich zwischen&nbsp;den Mitgliedsstaaten und den Zusammenhalt des Ganzen im Auge haben.<\/p>\n<p>Ein Zusammenwachsen der V\u00f6lker Europas setzt eine schrittweise Angleichung der&nbsp;Lebensbedingungen voraus \u2013 in Deutschland ebenso wie in Finnland oder&nbsp;Griechenland, in Portugal wie in Polen. Im Mittelpunkt steht, dass alle B\u00fcrgerinnen&nbsp;und B\u00fcrger konkret erleben, dass Europa sie sch\u00fctzt und die Voraussetzungen daf\u00fcr&nbsp;schafft, ein gutes und sicheres Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Weltordnung, die wir bisher gekannt und an die wir uns gew\u00f6hnt hatten, besteht&nbsp;nicht mehr. Jahrzehntelange Allianzen werden im Twitter-Takt in Frage gestellt.<\/p>\n<p>Russlands Angriffe auf V\u00f6lkerrecht und Staatensouver\u00e4nit\u00e4t, die egoistische Politik&nbsp;des \u201eAmerica First\u201c, genauso wie die aggressive wirtschaftliche Expansion Chinas&nbsp;lassen die Welt aus den Fugen geraten.&nbsp;Es muss eine Europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t geben, die es Europa erm\u00f6glicht als aktiver&nbsp;Akteur auf der Weltb\u00fchne f\u00fcr seine Werte und Lebensweise einzustehen. Die&nbsp;Stimme eines einzelnen Staates verhallt international. Die EU-L\u00e4nder finden in der&nbsp;Welt nur gemeinsam Geh\u00f6r. Nur mit einer gemeinsamen Stimme ist die Europ\u00e4ische&nbsp;Union auf der internationalen B\u00fchne ein Partner auf Augenh\u00f6he.&nbsp;Europa darf nicht zum Spielball anderer werden. Es muss sein Schicksal ganz&nbsp;einfach st\u00e4rker selbst in die Hand nehmen. In dieser Weltordnung muss sich Europa&nbsp;als Friedensmacht positionieren, die dann f\u00fcr eine solidarische Kooperation zur&nbsp;Gewinnung und dem Erhalt des Friedens steht. Die universelle G\u00fcltigkeit der&nbsp;Menschenrechte und die Teilhabe aller Menschen auch am Wohlstand dieser Welt&nbsp;geh\u00f6ren ebenfalls dazu.<\/p>\n<p>Europa ist vielf\u00e4ltig. Der Schutz von Minderheiten ist innerhalb einer demokratischen&nbsp;Gemeinschaft Voraussetzung und Anliegen eines Rechtsstaats. Grundrechte stehen&nbsp;nicht zur beliebigen Disposition von Minderheiten, aber auch nicht von demokratisch&nbsp;gew\u00e4hlten Mehrheiten. Die Europ\u00e4ische Union darf es deshalb nicht zulassen, wenn&nbsp;Mitglieds-staaten auf nationaler Ebene Rechte von Minderheiten in ihrem Kern&nbsp;beschneiden. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie zum Beispiel Rassismus,&nbsp;Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit m\u00fcssen auf allen Ebenen entschlossen&nbsp;bek\u00e4mpft werden. Wir Deutsche haben aus den Erfahrungen der Nazi-Diktatur&nbsp;gelernt: Deutschland feiert dieses Jahr 70 Jahre Grundgesetz.<\/p>\n<p>Vaterland Deutschland und Vaterland Europa \u2013 geht das \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>Europa hat eine identit\u00e4tsstiftende Quelle \u2013 einen im Wesen zeitlosen Wertekanon,&nbsp;der uns auf doppelte Weise verbindet, als Bekenntnis und als Programm. Wir&nbsp;Europ\u00e4er versammeln uns f\u00fcr etwas im Namen Europas nicht um Monumente, die&nbsp;den Ruhm der einen aus der Niederlage der anderen ableiten. Wir versammeln uns&nbsp;f\u00fcr hohe Werte \u2013 f\u00fcr Frieden und Freiheit, f\u00fcr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, f\u00fcr&nbsp;Menschenrechte und B\u00fcrgerrechte, f\u00fcr Wohlstand und Freiz\u00fcgigkeit, f\u00fcr Solidarit\u00e4t&nbsp;und Sicherheit, f\u00fcr Meinungsfreiheit und Pressefreiheit.<\/p>\n<p>All diese europ\u00e4ischen Werte sind nicht nur ein Versprechen. Sie sind auch&nbsp;niedergelegt in Vertr\u00e4gen und garantiert in Gesetzen. Sie sind Bezugspunkte&nbsp;unseres Verst\u00e4ndnisses \u2013 Grundlage daf\u00fcr, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger&nbsp;gleichberechtigt am gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben. Die&nbsp;europ\u00e4ischen Werte sind der verl\u00e4ssliche Kern Europas. Sie sind verbindlich. Sie&nbsp;verbinden.<\/p>\n<p>Unsere europ\u00e4ische Wertegemeinschaft ist ein Raum von Freiheit und Toleranz. Sie&nbsp;bestraft Fanatiker und Ideologen, die Menschen gegen-einander hetzen, Gewalt&nbsp;predigen und unsere demokratischen Grundlagen untergraben. Sie gestaltet einen&nbsp;Raum, in dem die V\u00f6lker friedlich miteinander leben und nicht mehr gegenseitig zu&nbsp;Felde ziehen. Ein Krieg wie noch vor kurzem auf dem Balkan, wo bis heute&nbsp;europ\u00e4ische Soldaten und zivile Kr\u00e4fte den Frieden sichern m\u00fcssen, so etwas darf&nbsp;nie wieder blutige Realit\u00e4t werden.<\/p>\n<p>Von anderen Kontinenten zugewanderte Menschen wissen das Kostbare Europas oft&nbsp;in ganz besonderer Weise zu sch\u00e4tzen. Sie kennen Armut, Unfrieden, Unfreiheit und&nbsp;Unrecht in anderen Teilen der Welt. Sie erleben Europa als einen Raum des&nbsp;Wohlstands, der Selbstverwirklichung und in vielen F\u00e4llen auch als Schutzraum: vor&nbsp;Pressezensur oder staatlichen Internetsperren, vor Folter, vor Todesstrafe, vor&nbsp;Kinderarbeit oder Gewalt gegen Frauen oder vor der Verfolgung jener, die eine&nbsp;gleichgeschlechtliche Beziehung leben.<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Wertekanon ist nicht an L\u00e4ndergrenzen gebunden und er hat \u00fcber&nbsp;alle nationalen, ethnischen, kulturellen und religi\u00f6sen Unter-schiede hinweg&nbsp;G\u00fcltigkeit. Am Beispiel der in Europa lebenden Muslime wird dies deutlich. Sie sind&nbsp;ein selbstverst\u00e4ndlicher Teil unseres europ\u00e4ischen Miteinanders geworden.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Identit\u00e4t definiert sich nicht durch negative Abgrenzung vom anderen.&nbsp;Europ\u00e4ische Identit\u00e4t w\u00e4chst mit dem Miteinander und der \u00dcberzeugung der&nbsp;Menschen, die sagen: Wir wollen Teil dieser gro\u00dfartigen Gemeinschaft sein, weil wir&nbsp;diese gemeinsamen Werte teilen. Mehr Europa hei\u00dft: mehr gelebte und geeinte&nbsp;Vielfalt.<\/p>\n<p>Vaterland Deutschland und Vaterland Europa \u2013 geht das \u00fcberhaupt? Ich sage ja.<\/p>\n<p>Wir erleben es tagt\u00e4glich. Wir sind auch dann Europa, wenn wir zu Hause bleiben.&nbsp;Hier in Neustadt treffen wir auf Restaurantbesitzer aus Griechen-land,&nbsp;Krankenpflegerinnen aus Spanien, Fu\u00dfballspieler aus Italien. In den Betrieben, in&nbsp;den Gesch\u00e4ften arbeiten immer mehr Menschen, die ihre famili\u00e4ren Wurzeln in&nbsp;anderen L\u00e4ndern haben und die, wenn sie religi\u00f6s sind, in andere Gottesh\u00e4user&nbsp;gehen als katholische und evangelische Deutsche. Europa ist l\u00e4ngst mehr. Vielfalt ist&nbsp;Alltag in der Mitte unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft: k\u00fcnstliche Intelligenz,&nbsp;Klimawandel, Migration und die wachsende Digitalisierung lassen sich nur&nbsp;europ\u00e4isch gest\u00e4rkt l\u00f6sen. Welche Zukunftsaufgabe kann nationalstaatlich \u2013 also von&nbsp;einem einzelnen Land &#8211; angegangen werden? Keine. Die Antwort darauf ist Europa.&nbsp;Wer glaubt, dass dieses Europa einfach so weiter l\u00e4uft, der irrt. Dabei kommt es auf&nbsp;jeden Einzelnen an. Nur gemeinsam sind wir Europa. Daf\u00fcr braucht es Mut. Der&nbsp;Kampf f\u00fcr unsere europ\u00e4ischen Werte wie Humanismus, Rechtsstaatlichkeit, die&nbsp;W\u00fcrde des Menschen, Frieden und Freiheit, h\u00f6rt niemals auf. Deshalb braucht&nbsp;unsere Zukunft Europa.<\/p>\n<p>Ich danke sehr f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div><hr><\/div>\n\n\n\n<div>\n<p>Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2018<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2018<\/b><\/h3>\n<h3 align=\"center\">Deutschland &#8211; die versp\u00e4tete Nation<\/h3>\n<h1 align=\"center\">Andreas Schuldt<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div>\n<p>Sehr geehrte Majest\u00e4ten,<br>verehrte Ehreng\u00e4ste,<br>liebe Sch\u00fctzenschwestern und Sch\u00fctzenbr\u00fcder,<\/p>\n<p>es ist eine gute Tradition geworden, sich auf dem H\u00f6hepunkt des Gildelebens, unserem Vogelschie\u00dfen, auch einige Minuten zum Zustand und Werden unseres Deutschen Vaterlandes Gedanken zu machen. Dazu m\u00f6chte ich gerne in diesem Jahr meinen Beitrag leisten. Wenn wir \u00fcber die Begriffe \u201eDeutsch\u201c und \u201eVaterland\u201c nachdenken, kommen wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zur Frage nach dem Ursprung. Zur Frage also, wie es zur Genese eines Deutschlands kam, wann erstmals von \u201eDeutschen\u201c die Rede war und welchen Weg dieser Proze\u00df der Deutschen Nationwerdung insbesondere im Vergleich mit anderen europ\u00e4ischen M\u00e4chten nahm. Denn es nicht nur so, da\u00df sich die Geschichte in Abwandlungen immer wiederholt, sondern gerade die Frage nach den Wurzeln f\u00fchrt zu Antworten auf den gegenw\u00e4rtigen Zustand.<\/p>\n<p>Doch nun genug der Vorrede, lassen Sie uns abtauchen in eine Welt, in der sich sich das Frankenreich in 3 Teile aufsplittert, deren \u00f6stlicher zun\u00e4chst das Ostfr\u00e4nkische, dann das Deutsche Reich bildet. Mit dem Jahr 919 und der Inthronisierung des Saliers Heinrich I.befinden wir uns auf dem Startpunkt der Geschichte eines Reiches der Deutschen. Bereits mit der Wahl des ersten Deutschen K\u00f6nigs durch die Stammesherz\u00f6ge etabliert sich das sogenannte Wahlk\u00f6nigtum. Zwar etablieren sich \u00fcber mehrere Dekaden auch Dynastien wie die Sachsen, Salier, Staufer oder sp\u00e4ter die Habsburger und Luxemburger, stets jedoch mu\u00dfte der Sohn eines verstorbenen Herrschers sich der Wahl durch die Herz\u00f6ge und sp\u00e4ter dann die Kurf\u00fcrsten stellen. Verfassungsrechtlich manifestiert wird dieses Wahlkaisertum mit der Goldenen Bulle von 1356.<\/p>\n<p>Eine weitere Leitlinie unserer Nationwerdung ist die Inanspruchnahme des Klerus als ma\u00dfgebliche St\u00fctze der Reichsverwaltung. Die Kl\u00f6ster waren im Mittelalter die Zentren des Schrifttums und die einzige funktionierende Verwaltungsebene im Reich. Neben dem Lehenswesen, also der Vergabe von Land gegen die Verpflichtung zum Untertanenschutz und zur Heerfolge war die Kirche die einzige Institution, mit der das Reich verwaltungstechnisch durchdrungen werden konnte. Ebenso wie der Adel lie\u00df sich auch der Klerus durch reiche Schenkungen f\u00fcr seine Dienste entlohnen. Neben diesem eher pragmatischem Aspekt der kaiserlichen Machterhaltung spielte nat\u00fcrlich auch die tiefe Gl\u00e4ubigkeit des mittelalterlichen Menschen hierbei eine gro\u00dfe Rolle. Anders als heute war der Tod f\u00fcr die Menschen seinerzeit allt\u00e4glich und \u00fcberm\u00e4chtig, damit war gleichzeitig die Aussicht auf ein jenseits im Himmel anstatt im Fegefeuer umso bedeutender.<\/p>\n<p>Unter Heinrich III. erreichte die kaiserliche Macht einen vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt, es herrschte eine \u201eHarmonie zwischen Imperium und Sacerdotium\u201c, auf der Synode von Sutri 1046 lie\u00df der Kaiser 3 rivalisierende P\u00e4pste absetzen und den Bichof von Bamberg zum Papst Clemens II. ausrufen.<br>Diese der Kirche verliehene Einflu\u00dfposition kollidierte im 12. Jahrhundert mit dem Neuverst\u00e4ndnis der Kirche (Reformbewegung von Cluny) und m\u00fcndete in den Investiturstreit von 1156. Er l\u00e4utete das Ende der alleinigen Einsetzung der Bisch\u00f6fe durch den Kaiser ein.<br>Das Wormser Konkordat setzte der Einheit von Kaisermacht und Papsttum ein Ende, die Bisch\u00f6fe wurden fortan durch den Klerus bestimmt.<\/p>\n<p>Das dritte entscheidende Kriterium war die Fixierung des Deutschen Herrscher auf den Einflu\u00df \u00fcber Rom. Die Titulierung \u201eHeiliges R\u00f6misches Reich Deutscher Nation\u201c impliziert den Anspruch auf die Nachfolge des Reiches vom R\u00f6mischen Reich, nur in Deutschen Reich gab es einen Kaiser, vom Papst gekr\u00f6nt. Alle \u00fcbrigen Reiche des Kontinents, mit Ausnahme Ostroms, f\u00fchrten lediglich den K\u00f6nigstitel. Zur Sicherung der Einflu\u00dfnahme auf den Heiligen Stuhl hielten sich viele Herrscher l\u00e4nger in Italien als in Deutschland auf mit Folge, da\u00df sich die Landesherrschaften vom Kaiser sukzessive emanzipierten, ihre Lehen automatisch erblich wurden und die kaiserliche Autorit\u00e4t mangels Anwesenheit schrittweise verfiel. Die K\u00f6nigswahl wurde im 11. Jahrhundert zu einem Geben und Nehmen, die Loyalit\u00e4t der Gro\u00dfen im Reich mu\u00dfte sich der potentielle K\u00f6nig mit der Verleihung k\u00f6niglicher Regalien und Land erkaufen. In der Goldenen Bulle von 1356 werden die faktisch gewordenen Machtverh\u00e4ltnisse, die schrittweise \u00dcbernehme ehemals k\u00f6niglicher Rechte durch die Landesherren, nunmehr auch de jure festgelegt. Insbesondere die Wahl des K\u00f6nigs durch die Kurf\u00fcrsten und die \u00dcberschreibung k\u00f6niglicher Regalien auf die Territorialherren werden f\u00f6rmliches Recht.<\/p>\n<p>Vergleichen wir nun die Machtverschiebungen im Reich w\u00e4hrend des Hochmittelalters mit den Verh\u00e4ltnissen in England. Seit der Eroberung Englands 1066 nach der Schlacht von Hastings durch die Nachfolger der Normannen wurde der bestehende Adel nahezu vollst\u00e4ndig eliminiert und durch Gefolgsleute Wilhelms I. ersetzt. Mit dem Domesday- book wurde die Besteuerung sowie die Aufteilung der L\u00e4ndereien an den neuen, normannisch- st\u00e4mmigen Adel erfa\u00dft.<br>Die von Grund auf neue Machtverteilung auf viele kleine Barone und Grafen sowie die Schaffung des Amtes eines Sheriffs als Richter und Steuereintreiber im Namen des K\u00f6nigs wurde im 11. und 12 Jahrhundert etabliert, ebenso entstand als k\u00f6nigliches Machtzentrum eine Hauptstadt namens London.<br>Diese radikale Neuverteilung von Titeln und Land mit dem K\u00f6nig an der Spitze der Lehenspyramide, darunter die Earls, Barons und Sheriffs, lie\u00df keine eigenst\u00e4ndige Landesherrschaften aufkommen wie im Reich der Stauferdynastie.<\/p>\n<p>Kommen wir zur\u00fcck zu den Landesherrschaften im Reich. Sie sind entstanden aus den urspr\u00fcnglich k\u00f6niglichen Lehen, derer Erblichkeit, der \u00dcbernahme ehemals k\u00f6niglicher Regalien (Z\u00f6lle, M\u00fcnzrecht, Marktrecht, Bergbaurecht und dem niederen Gerichtswesen). Allein schon bedingt durch die fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfige Ausdehnung des Reiches im Hochmittelalter mit den drei Teilk\u00f6nigreichen Deutschland, Burgund und Italien bilden die Reichsverwaltung und die Landesherrschaften zwei parallele Str\u00e4nge der Herrschaft. Die nur rudiment\u00e4r ausge\u00fcbte Zentralverwaltung durch den Kaiser mittels der Kirche wird zwangsl\u00e4ufig erg\u00e4nzt durch die eigenst\u00e4ndige Verwaltungsorganisation in den Grafschaften, F\u00fcrstent\u00fcmern und Bist\u00fcmern.<\/p>\n<p>Dieses Gleichgewicht zwischen landesherrschaftlicher und kaiserlicher Zentralgewalt geriet bereits zum Ausgang des 11. Jahrhunderts aus den Fugen. Mit dem Papstwahldekret Nikolaus II. 1059 wird die Mitwirkung des Kaisers von der Papstwahl ausgeschlossen. Aus dem harmonischen Zusammenwirken von Kirche und Kaisertum entwickelt sich der Investiturstreit 1077 mit dem Canossagang Heinrich IV. Die Kirchenreformen unter Papst Gregor VII. emanzipieren den Klerus vom Einflu\u00df (der Bischofsinvestitur) des Kaisers. Der Verzicht des Kaisers auf die Bestellung der Bisch\u00f6fe, der Nutzung des Reichskirchengutes und der verwaltungsrechtlichen Dienstleistungen der Bisch\u00f6fe hebeln das bisherige Verwaltungssystem der kaiserlichen Zentralgewalt v\u00f6llig aus den Angeln. Mit dem Wormser Konkordat 1122 gleicht sich die Stellung der Bisch\u00f6fe denen der weltlichen F\u00fcrsten im Reich an.<br>In der \u201eConfoederatio cum princibus ecclasiastics\u201c von 1220 verzichtet Stauferkaiser Friedrich II. entg\u00fcltig auf die Aus\u00fcbung der K\u00f6nigsrechte in den geistlichen Territorien.<\/p>\n<p>Wie war nun zu gleicher Zeit der Stand in England ?<br>Zun\u00e4chst einmal war England fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig auf ca. 1\/3 des Reichsterritoriums beschr\u00e4nkt, Schottland war noch ein eigenst\u00e4ndiges K\u00f6nigreich, somit war die Regierung durch eine k\u00f6nigliche Zentralgewalt schon dadurch erleichtert. Mit Heinrich II: aus dem Hause Plantagenet wird die Macht der Barone beschr\u00e4nkt, es entsteht ein Schatzkanzleramt, ein k\u00f6nigliches Festungssystem, ein Beamtensystem und eine allein dem K\u00f6nig unterstehende Gerichtsbarkeit. Der Adel in Form der Barone waren dem K\u00f6nig fortan nicht mehr zur Heerfolge verpflichtet, sondern zur Steuerzahlung. Damit entstand ein effizientes Verwaltungssystem, welches auch bei l\u00e4ngerer Abwesenheit des Monarchen, zum Beispiel bei Feldz\u00fcgen in Frankreich, funktionierte und Steuereinnahmen garantierte.<br>Die Magna Charta in der Fassung von 1225 schlie\u00dflich regelte abschlie\u00dfend das Verh\u00e4ltnis zwischen Adel und K\u00f6nig. Den Baronen wurde, historisch erstmalig, ein Mitspracherecht bei der Erhebung von \u201eSchildgeldern\u201c, also Steuern , einger\u00e4umt. Die Verwaltung des K\u00f6nigreiches durch Beamte wird seitens des Adels akzeptiert.<br>Trotz wechselnder Machtverh\u00e4ltnisse, Erbfolgestreitigkeit und Rebellionen in der weiteren Englischen Geschichte war bereits im 12. Jahrhundert der Grundstein f\u00fcr eine funktionierende Zentralgewalt gelegt worden.<br>Im Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nation hingegen war im gleichen Zeitpunkt mit dem Wormser Konkordat, sp\u00e4testens mit der Goldenen Bulle 1356 der Schlu\u00dfpunkt f\u00fcr einen Zentralstaat auf deutschem Boden gelegt worden.<\/p>\n<p>Die Zersplitterung der Macht im Reich setzte sich nunmehr im Sp\u00e4tmittelalter fort, die Reformation zu Beginn der Neuzeit zerri\u00df unser Vaterland auch konfessionell und m\u00fcndete in den 30- j\u00e4hrigen Krieg mit seinen unfa\u00dfbaren Grausamkeiten. Bereits dieser Krieg machte Deustchland und unser Volk zum Spielball benachbarter M\u00e4chte, Landesherren verbanden sich mit den K\u00f6nigen von Schweden und Frankreich, die wiederum territoriale Ziele an Deutschlands Ostseek\u00fcste und an der Westgrenze verfolgten. Der Westf\u00e4lische Friede von 1648 schlie\u00dflich stellte per Vertrag fest, was schon lange Realit\u00e4t geworden war: Das Reich hatte sich in eine leblose H\u00fclle f\u00fcr immer st\u00e4rker aufstrebende und eigenst\u00e4ndig agierende Landesherrschaften entwickelt. Die machtpolitisch erfolgreichsten Landesherrschaften sollten schlie\u00dflich die Dynastien der Hohenzollern und Habsburger werden.<\/p>\n<p>Wenn wir nunmehr unseren Streifzug durch die Geschichte des Mittelalters und der fr\u00fchen Neuzeit beenden, so wird uns ein gro\u00dfer Handlungsboden klar: Die Nationwerdung Deutschlands machte einen jahrhundertelangen Umweg \u00fcber die Landesherrschaften und kam erst zum Abschlu\u00df, als Preu\u00dfen und \u00d6sterreich schlie\u00dflich im 19. Jahrhundert ihre Hegemonie durchsetzten und die Gro\u00dfm\u00e4chte Deutschland und \u00d6sterreich- Ungarn manifestierten.<\/p>\n<p>Die in der \u00c4ra der Restauration nach 1815 aufkeimende Sehnsucht vieler Deutscher nach einem geeinten Vaterland, wie es auch Hoffmann von Fallersleben in seinem Lied der Deutschen textete, fand ihr Fanal im Gro\u00dfmachtstreben der Hohenzollern, die schlie\u00dflich, wenn auch vom Monarchen zun\u00e4chst widerwillig, 1871 die Kaiserkrone eines geeinten Deutschen Reiches \u00fcbernahmen. Der Sieg \u00fcber Frankreich und die explodierende \u00f6konomische Potenz in den Jahren darauf katapultierten das nunmehr zweite Deutsche Reich in Richtung einer Weltmacht.<\/p>\n<p>Damit sollte sich das Machtgleichgewicht in Europa massiv verschieben. Im Zentrum des Kontinents entstand eine \u00f6konomische und milit\u00e4rische Macht, die die \u00fcbrigen Gro\u00dfm\u00e4chte derart seit den Stauferkaisern im 12. Jahrhundert nicht mehr gewohnt waren. Dazu kam: 1871 waren die Weltsprachen Englisch und Franz\u00f6sisch, der Meridian verlief durch London und die Kolonien waren aufgeteilt unter England, Frankreich und Spanien. England sagte stolz: \u201eBritania rules the waves\u201c und war die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Seemacht.<\/p>\n<p>Damit schlie\u00dft sich nun der Kreis. Im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert etablierte sich Deutschland als wirtschaftlich und milit\u00e4risch potente Gro\u00dfmacht, mindestens ebenb\u00fcrtig mit den lange bestehenden M\u00e4chten England und Frankreich. Der Ausspruch des Herzogs von Wellington \u201e Ich wollte, es werde Nacht oder die Preu\u00dfen k\u00e4men&#8230;\u201c war nun nicht mehr aktuell.<br>Und mit dem Abgang Bismarcks 1890 verloren wir denjenigen, der die \u201eZusp\u00e4tkommer\u201c harmonisch in den Kreis der bestehenden M\u00e4chte einzuordnen wu\u00dfte.<\/p>\n<p>Zu ergr\u00fcnden, welche Konsequenzen diese Entwicklung f\u00fcr die weitere Geschichte unseres Deutschen Vaterlandes haben sollte, gebe ich dem geneigten Publikum anheim und bedanke mich f\u00fcr die Aufmerksamkeit.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div><hr><\/div>\n\n\n\n<div class=\"contentmitte\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #336600;\">Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2017<\/span> &#8211; von G\u00fcnter Schulz<\/span><br><a href=\"http:\/\/www.neustaedter-schuetzengilde.de\/neuigkeiten\/Press_Info_und_Mitteilungen\/VR2017B.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF &#8211; zum Download bitte KLICKEN<\/a>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: x-large;\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2017<\/b><\/span><\/p>\n<h1 align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">G\u00fcnter Schulz<\/span><\/h1>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Im Januar dieses Jahres konnte ich auf Einladung unseres Bundestagsabgeordneten<br>Ingo G\u00e4dechens mit anderen Ostholsteinern an einer Informationsfahrt<br>in das \u201epolitische\u201c Berlin teilnehmen. \u2013 W\u00e4hrend des Besuches im Bundestag<br>war es ein gro\u00dfer Gl\u00fccksfall, die Rede unseres Bundestagspr\u00e4sidenten Prof. Dr.<br>Lammert zu erleben. Ein voll besetztes Plenum, die l\u00fcckenlos gef\u00fcllte<br>Regierungsbank, der Bundespr\u00e4sident mit einigen Botschaftern auf der<br>Ehrentrib\u00fcne \u2013 wann gab es das schon! Herr Lammert sprach \u00fcber den<br>Terroranschlag am Breitscheidplatz und gedachte in eindrucksvoller Weise der<br>12 Menschen, die so brutal aus dem Leben gerissen wurden und der vielen<br>Verletzten, die noch lange k\u00e4mpfen m\u00fcssen, um k\u00f6rperlich und seelisch in das<br>Leben zur\u00fcckzufinden.<br>Diese Rede \u00fcber die Folgen terroristischer Brutalit\u00e4t in Deutschland und in<br>unseren Nachbarl\u00e4ndern war f\u00fcr mich die Initialz\u00fcndung, um heute zu<br>versuchen, die folgende Frage zu beantworten: Ist unser Asylrecht noch<br>zeitgem\u00e4\u00df? Mit festem Willen zu Wahrheit und Sachlichkeit, werde ich bem\u00fcht<br>sein, einige Aspekte der aktuellen Lage der sog. Zuwanderung zu beleuchten,<br>um schlie\u00dflich einer Antwort n\u00e4her zu kommen.<br>Was legitimiert mich als fast 80-j\u00e4rigen Menschen \u00fcber dieses Thema hier zu<br>Ihnen zu sprechen? \u2013 Antwort: Das eigene Erleben und die tief sitzende<br>Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Es sind ja nur noch wenige Zeitzeugen in<br>dieser Sch\u00fctzenhalle, die das im Fr\u00fchjahr 1945 Erlebte mit mir teilen. Aber es<br>interessiert doch auch kaum noch jemanden, was damals in Deutschland<br>geschah \u2013 abgeheftet im Ordner \u201eKriegsgeschichte\u201c. Mit diesen eigenen<br>Erfahrungen aus Flucht und Vertreibung entwickelt man zwangsl\u00e4ufig einen<br>eher kritischen Blick auf die heutige, aktuelle Lage. 1945 war unser Land<br>ausgebrannt \u2013 es gab kaum jemanden, der helfen konnte \u2013 Willkommenskultur:<br>Fehlanzeige.<br>Erlauben Sie mir noch eine Anmerkung : Kluge und zukunftsorientierte Politiker<br>in Deutschland und vor allem auch in den L\u00e4ndern unserer \u00f6stl. Nachbarn haben<br>in den Nachkriegsjahren in langwierigen Gespr\u00e4chen und Verhandlungen die<br>Schrecken von Krieg, Flucht und Vertreibung unvoreingenommen diskutiert und<br>schlie\u00dflich mit Erfolg um Vers\u00f6hnung gerungen. Heute leben wir in friedvoller<br>Nachbarschaft in einem vereinten Europa \u2013 ein Europa, das unser Garant f\u00fcr<br>Frieden und Freiheit ist.<br>Aber leider haben wir keinen inneren Frieden in unserem Vaterland und auch<br>nicht in den L\u00e4ndern unserer europ\u00e4ischen Nachbarn. Mit den hunderttausenden<br>Schutzsuchenden sind auch unkontrolliert islamistische Terroristen und<br>Kriminelle eingesickert. Dabei sind aber auch viele Menschen, die ganz einfach<br>die Regeln f\u00fcr das Zusammenleben in unserer Gesellschaft \u2013 in unserer<br>Zivilisation missachten. Dazu geh\u00f6rt ganz oben auf diesem Katalog der Regeln<br>die Gleichstellung von Mann und Frau, aber auch die Akzeptanz, dass unser<br>Kalenderjahr von christlichen Feiertagen gepr\u00e4gt wird.<br>Nicht nur der Terrorakt am Breitscheidplatz ist in unserem Ged\u00e4chtnis \u2013 sondern<br>auch die Meldung, dass sieben junge Fl\u00fcchtlinge aus Syrien und Libyen in einer<br>Berliner Ubahn-Station versucht haben, einen Obdachlosen anzuz\u00fcnden. H\u00e4tten<br>nicht Passanten eingegriffen, der Mann w\u00e4re verbrannt. Fast alle diese M\u00e4nner<br>waren als Schl\u00e4gertypen polizeibekannt. Sie sind in Berlin gerade verurteilt<br>worden. Dieses Verbrechen ersch\u00fcttert in besonderer Weise: Zum einen verletzt<br>es das T\u00f6tungsverbot und au\u00dferdem unsere fundamentale Erwartung, dass<br>Schutzsuchende diesen Schutz, den unser Land ihnen gew\u00e4hrt, doch sch\u00e4tzen<br>sollten und keineswegs andere Menschen in unserem Land bedrohen. Ansonsten<br>k\u00f6nnten wir B\u00fcrger uns doch fragen, warum wir eigentlich den Gro\u00dfmut<br>aufbringen sollen, Leute willkommen zu hei\u00dfen, die unser Leben unsicherer<br>machen. Nach meinem Verst\u00e4ndnis sieht Dankbarkeit anders aus! &#8211; Viele der<br>entsetzlichsten Verbrechen der vergangenen Jahre wurden von Muslimen<br>begangen. Der bekannte Slogan, dass nicht alle Muslime Terroristen oder<br>Kriminelles sind, aber die meisten heutigen Terroristen Muslime, hei\u00dft<br>statistisch dann eben auch, dass sich das Terrorismusrisiko erh\u00f6ht, je mehr<br>Muslime hier leben. &#8211; Welche moralische Verpflichtung sollten die B\u00fcrger eines<br>Staates haben, den B\u00fcrgern anderer Staaten zu helfen, wenn sie damit<br>gleichzeitig Gefahren importieren \u2013 Gefahren, die sich vielleicht erst in der 2.<br>oder 3. Generation voll entfalten \u2013 wie z.B. in Frankreich oder ganz aktuell in<br>England. . Ungarn und Polen sagen z.Zt. noch: keine Muslime \u2013 keine<br>Terrorprobleme und verweigern die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen.<br>Man kann sich die Antwort auf die Pflicht zur Aufnahme leicht machen und auf<br>das Verfassungs- und V\u00f6lkerrecht pochen. Artikel 16a des Grundgesetzes stellt<br>klar: \u201ePolitisch Verfolgte genie\u00dfen Asylrecht\u201c. Was genau Verfolgung bedeutet<br>und wie Fl\u00fcchtlinge behandelt werden m\u00fcssen, konkretisiert die Genfer<br>Fl\u00fcchtlingskonvention.<br>Im Jahr 1949, als die Mitglieder des Parlamentarischen Rates \u00fcber Artikel 16<br>des GG berieten, war die politische Welt deutlich kleiner als heute. Damals<br>dachte man allenfalls an Spanier \u2013 Stichwort \u201eFranco-Regime\u201c oder Russen aus<br>der SU, wenn man im Sinne des GG \u201eAusl\u00e4nder\u201c definierte. In der<br>Redaktionsstube unserer Verfassung hatte man bei politisch Verfolgten aber<br>zuallererst Deutsche im Sinn. Der erste Entwurf f\u00fcr Artikel 16 lautete: \u201eJeder<br>Deutsche, der wegen seines Eintretens f\u00fcr Freiheit, Demokratie, soziale<br>Gerechtigkeit oder Weltfrieden verfolgt wird, genie\u00dft im Bundesgebiet<br>Asylrecht.\u201c Ein Asylrecht f\u00fcr s\u00e4mtliche politisch verfolgten Ausl\u00e4nder erschien<br>dem Redaktionsausschuss zu weitgehend. Immerhin war das geteilte<br>Nachkriegsdeutschland ein schwacher Staat mit reichlich eigenen<br>Vertriebenenproblemen. Als gro\u00dfz\u00fcgigere Formulierung \u00fcberlegte der Rat dann<br>grunds\u00e4tzlich \u201eAusl\u00e4ndern\u201c, die wegen ihres Eintretens f\u00fcr Freiheit, Demokratie<br>usw. politisch verfolgt werden, Asylrecht zu gew\u00e4hren. Am Ende waren es die<br>Staatsrechtler Carlo Schmid und Hermann von Mangoldt, die die heutige weit<br>gefasste Formulierung des Artikels 16a durchsetzten \u2013 also: \u201ePolitisch<br>Verfolgte genie\u00dfen Asylrecht\u201c. Schlie\u00dflich \u2013 so Schmid w\u00f6rtlich \u2013 d\u00fcrfe man<br>die Asylgew\u00e4hrung nicht davon abh\u00e4ngig machen, ob der Mann uns politisch<br>nahesteht oder sympathisch ist.<br>Geboren ist die Asylgarantie also nicht zuletzt im Wettstreit der Systeme<br>West\/Ost und mit der Betonung auf dem Recht der Bundesrepublik, einen<br>Geflohenen nicht an kommunistische Staatsgef\u00e4ngnisse auszuliefern. Die V\u00e4ter<br>des deutschen Asylrechts lebten allerdings in einer Welt, in der man<br>Menschenrechtsverst\u00f6\u00dfe im Grunde nur dann beklagte, wenn sie \u2013 damals 1949<br>&#8211; \u00f6stlich von L\u00fcbeck stattfanden. Was sich Schmid und von Mangoldt 1949<br>nat\u00fcrlich nicht vorstellen konnten, ist die aktuelle Tatsache, dass junge<br>Menschen aus arabischen und afrikanischen L\u00e4ndern in die Europ. Union<br>einreisen und sich auf Artikel 16 unseres GG berufen. Oder dass Menschen aus<br>Afghanistan den Mut aufbringen w\u00fcrden, sich bis nach Deutschland<br>durchzuschlagen. Oder dass das Internet die Annehmlichkeiten des Lebens in<br>Europa einschl. der Preise f\u00fcr waghalsige Bootstouren \u00fcber das Mittelmeer bis<br>in den letzten Winkel Afrikas verbreiten w\u00fcrde. Der Grund daf\u00fcr ist, dass unser<br>Vaterland mit seinem gro\u00dfz\u00fcgigen Sozial- und Asylrecht zum<br>Hauptanziehungsland nicht nur f\u00fcr politisch Verfolgte aus aller Welt &#8211; sondern<br>auch f\u00fcr wirtschaftlich Benachteiligte einschl. islamistischen Fanatikern und<br>Kriminellen geworden ist.<br>Nach unserem heutigen sehr ausgepr\u00e4gten Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen,<br>gibt es im Grunde au\u00dferhalb der Europ. Union nur noch wenige<br>sichere Herkunftsl\u00e4nder. Ist es trotzdem richtig, in dieser Welt voller Krieg und<br>Unrecht die alten Zufluchtsgarantien, die 1949 im GG formuliert worden sind,<br>noch aufrechtzuerhalten?<br>Die sachliche Antwort lautet: Aber nat\u00fcrlich! Schlie\u00dflich entspricht die f\u00fcr viele<br>Mitb\u00fcrger zu weit formulierte Asylgarantie der fundamentalen \u00dcberzeugung,<br>dass Menschenrechte nicht nur anlassbezogen gew\u00e4hrt werden d\u00fcrfen, sondern<br>universell gelten. Bei diesen gerade formulierten \u00dcberlegungen hat mir die<br>Recherche des ZEIT-Redakteurs Jochen Bittner geholfen.<br>Es gibt politische Schw\u00e4tzer in unserem Land, die verantwortungslos daher<br>reden: \u201eAsyl zu gew\u00e4hren, das tun wir uns nicht l\u00e4nger an.\u201c Doch wir tun es, um<br>jene Regierungen zu besch\u00e4men und mit ihrer R\u00fcckst\u00e4ndigkeit zu konfrontieren,<br>die ihre B\u00fcrger in Not und Flucht st\u00fcrzen. Wir tun es aber auch, damit mutige<br>Menschen, die Ver\u00e4nderung und Fortschritt in ihren L\u00e4ndern anstreben, nicht<br>am Galgen landen.<br>Aber \u2013 es gibt ein gro\u00dfes Problem: Was Asyl ist und was Einwanderung, was<br>Flucht ist und was Migration, ist kaum noch zu unterscheiden. Derselbe<br>Nordafrikaner, der im Sommer als Erntehelfer nach Italien geht, kann sich im<br>Winter in Deutschland als Asylsuchender melden. Wir unternehmen zu wenig<br>gegen diese offensichtlichen Unklarheiten. Die Folgen davon sind doch<br>Menschenschmuggel, organisierte Kriminalit\u00e4t und eine \u00dcberlastung der<br>Asylbeh\u00f6rden. Die Reaktion vieler B\u00fcrger darauf ist zunehmende Wut \u00fcber den<br>angeblichen Kontrollverlust des Staates und den Verlust unserer<br>abendl\u00e4ndischen Identit\u00e4t. Das mag \u00fcbertrieben sein \u2013 die grunds\u00e4tzliche Kritik<br>ist aber verst\u00e4ndlich. Ich meine schon, dass wir als Gesellschaft die Auswahl<br>vornehmen sollten und zwar gem\u00e4\u00df unserem Verst\u00e4ndnis davon, was<br>Mitgliedschaft in unserer Gesellschaft bedeutet und welche Art von<br>Gemeinschaft wir zu haben w\u00fcnschen. Deshalb ist es doch auch legitim,<br>Islamisten und Kriminelle entschlossener, schneller und unkomplizierter<br>auszuweisen. Wir m\u00fcssen die Asylsuchenden von den Wirtschaftsfl\u00fcchtlingen \u2013<br>die Freiheitssuchenden von den Freiheitsfeinden trennen. Deshalb beantworte<br>ich die Frage meiner Themenstellung: \u201eIst unser Asylrecht noch zeitgem\u00e4\u00df\u201c mit<br>einem klaren JA \u2013ABER! Aber deshalb, weil die Politik Klarheit schaffen muss<br>\u2013 u.a. mit einem Einwanderungsgesetz, das sich z.B. an den kanadischen<br>Erfahrungen orientiert.<br>Eine wesentliche Frage bleibt aber offen. Ver\u00e4ndern diese hundertausende<br>Menschen unsere Lebensgewohnheiten \u2013 unsere Kultur \u2013 zu der \u00fcbrigens auch<br>unser Gildewesen geh\u00f6rt? &#8211; Die kleine Gruppe der islamistischen Terroristen<br>und der eingesickerten Kriminellen verbreiten mit ihren Taten bei vielen<br>Mitb\u00fcrgern Angst und Schrecken. Es ist zynisch aber auch wahr, dass diese<br>Verbrecher allerdings auch Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Die Polizeien des Bundes<br>und der L\u00e4nder, die Justizbeh\u00f6rden, Nachrichtendienst und Verfassungsschutz<br>werden personell mit erheblichem Kostenaufwand verst\u00e4rkt. Das ist zwingend<br>erforderlich, weil nur der Staat die Sicherheit f\u00fcr uns B\u00fcrger gew\u00e4hrleisten kann<br>und muss.<br>Wie verh\u00e4lt es sich nun mit der gro\u00dfen, friedlichen Gruppe der anerkannten<br>Asylsuchenden? Sie sollen \u2013 wenn sie es denn wollen \u2013 integriert werden, um<br>irgendwann mit eigener H\u00e4nde Arbeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auch<br>das geh\u00f6rt zur W\u00fcrde des Menschen. Das Prinzip der Beh\u00f6rden f\u00fcr die<br>Integration lautet: F\u00f6rdern und fordern. Mit gro\u00dfem Aufwand wird vom Staat<br>die Integration vieler Menschen gef\u00f6rdert. Wie und was mit welchen<br>Nachweisen von diesen Menschen gefordert wird, wei\u00df ich nicht. Wir alle<br>k\u00f6nnen nur hoffen, dass sie mit Leidenschaft und Zielstrebigkeit die Angebote<br>unseres Landes annehmen. Wir hoffen aber auch, dass die Fluchtursachen in den<br>Herkunftsl\u00e4ndern recht bald beseitigt sind, damit diese Menschen in ihr<br>Heimatland zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, um es wieder aufzubauen. Auch viele unserer<br>j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger, die aus der Nazi-Diktatur geflohen sind, kamen nach<br>Kriegsende zur\u00fcck, um mitzuhelfen, ihr Vaterland wieder aufzubauen. Asyl ist<br>doch Unterkunft, Obdach, Schutz vor Gefahr und Verfolgung \u2013 also tempor\u00e4re<br>Hilfe und keinesfalls automatisch Einb\u00fcrgerung. Demjenigen, dem hier geholfen<br>wurde und dessen Herkunftsland wieder zumutbar sicher ist, hat m. E. auch die<br>Verpflichtung zur\u00fcckzukehren und sein Vaterland wieder aufzubauen.<br>Unsere Lebensgewohnheiten und unsere Kultur werden von den friedlichen,<br>schutzsuchenden Menschen keineswegs ver\u00e4ndert oder gef\u00e4hrdet. Allerdings<br>sollten und d\u00fcrfen wir nicht nachlassen, die oft verh\u00f6hnten und verp\u00f6nten<br>deutschen Tugenden zu leben. Dazu geh\u00f6ren u.a. Flei\u00df, H\u00f6flichkeit und<br>Gerechtigkeit gegen\u00fcber jedermann, Pflichtbewusstsein und vor allem auch<br>Toleranz. Lassen Sie ihre Kinder in die Welt reisen, um andere Kulturen<br>kennenzulernen und Vorurteile abzubauen. &#8211; Wenn man unser Vaterland \u00fcber<br>einen l\u00e4ngeren Zeitraum \u2013 \u00fcber einige Jahrhunderte &#8211; betrachtet, dann werden<br>doch st\u00e4ndige Anpassungen sichtbar \u2013 in der Kultur, in der Religion, in den<br>Wirtschaftsverh\u00e4ltnissen. Das ist doch Anpassung ohne Identit\u00e4tsverlust. \u2013 man<br>k\u00f6nnte es auch gelungene Weiterentwicklung nennen. Dieser positive Prozess<br>zeichnet unser Vaterland und seine B\u00fcrger doch aus.<br>Viele Jahre haben wir am heutigen 17. Juni der Teilung unseres Vaterlandes<br>gedacht und dabei die Hoffnung auf die Wiedervereinigung nie aufgegeben. Die<br>Einheit Deutschlands haben wir friedlich erreicht. Der Baumeister dieser<br>Einheit, Bundeskanzler Helmut Kohl, ist gestern gestorben. Das Verst\u00e4ndnis<br>der Menschen in Ost und West f\u00fcreinander hat allerdings immer noch L\u00fccken,<br>die \u00fcber die Jahre zuwachsen werden. Aber auch Fl\u00fcchtlinge und Asylbewerber<br>sollten mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr uns \u2013 ihre Gastgeber zeigen \u2013 wir leben n\u00e4mlich<br>nicht im Schlaraffenland; vielmehr wird jeder EURO f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung hier<br>von flei\u00dfigen Menschen erarbeitet. &#8211; Deshalb m\u00f6chte ich mit einem<br>hoffnungsvollen Appell an uns alle und auch an die zugereisten Menschen<br>schlie\u00dfen: Lassen Sie uns versuchen, das Gemeinsame zu sch\u00e4tzen und das, was<br>uns unterscheidet zu respektieren.<\/span><\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #336600;\">Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2016<\/span> &#8211; von Albert Haase<\/span><br><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><br><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: x-large;\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2016<\/b><\/span><\/p>\n<h1 align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Albert Haase<br><\/span><\/h1>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: large;\">Die Rede wurde &#8222;offen&#8220; gehalten und liegt daher leider auch nicht als Text vor.<\/span><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div class=\"contentmitte\"><hr>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #336600;\">Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2015<\/span> &#8211; von Sven G\u00f6sch<\/span><br><a href=\"http:\/\/www.neustaedter-schuetzengilde.de\/neuigkeiten\/Press_Info_und_Mitteilungen\/Vaterlandische_Rede_2015.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF &#8211; zum Download bitte KLICKEN<\/a><br><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><br><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: x-large;\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2015<\/b><\/span><\/p>\n<h1 align=\"center\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Sven G\u00f6sch<\/span><\/h1>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;\">Majest\u00e4ten, verehrte G\u00e4ste, liebe Sch\u00fctzenbr\u00fcder,<\/span><\/p>\n<p>die Vaterl\u00e4ndische Rede ist f\u00fcr mich in jedem Jahr eines der ersten Highlights am Tag des Vogelschie\u00dfens.Zumeist von erfahrenen Sch\u00fctzenbr\u00fcdern gehalten, sa\u00df ich im letzten Jahr mit dem \u00c4ltermann beim Katerfr\u00fchst\u00fcck am Sonntagmorgen zusammen und fragte ihn, ob es nicht mal m\u00f6glich ist, dass diese traditionelle Rede von einem \u201e jungen Sch\u00fctzenbruder\u201c vorgetragen wird. Unser \u00c4ltermann sagte spontan:,, Finde ich gut, dass du das machen m\u00f6chtest &#8211; ich werde das gleich notieren.\u201c<\/p>\n<p>Da sa\u00df ich nun mit meinem Talent. \u00dcber was willst du reden? Welches Thema gab es in den letzten Jahren nicht? Was willst du, als junger Spund, \u00fcber Deutschland, Deinem Vaterland erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Im letzten Jahr wurde die Vaterl\u00e4ndische Rede von meinem Sch\u00fctzenbruder Holger Frank gehalten. Er beendete seine Rede mit den Worten &#8211; ich bin Stolz ein Deutscher zu sein. Auch wenn ich wei\u00df, wie er diesen Satz gemeint hat, m\u00fcssen wir auf Grund unserer Geschichte mit solchen \u00c4u\u00dferungen immer noch sehr vorsichtig sein. Aber warum???<\/p>\n<p>Leider m\u00fcssen wir in Deutschland immer noch zu oft Berichte \u00fcber ausl\u00e4nderfeindliche Angriffe und- ja nennen wir es mal beim Namen &#8211; \u201eAusl\u00e4nderhass\u201c erleben. Und das ist f\u00fcr mich eine sehr traurige Geschichte.<\/p>\n<p>Daher lautet mein Thema heute:<\/p>\n<p>Unser Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg und damit verbunden die Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland nach 1950.<\/p>\n<p>Im Internet habe ich Folgendes gefunden:<\/p>\n<p>Aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums kam es Mitte der 50er-Jahre zu einem Arbeitskr\u00e4ftemangel. Die Bundesrepublik begann im Ausland Arbeitskr\u00e4fte anzuwerben. Die Boomjahre der Anwerbung endeten 1973. Die Zuwanderung nahm nach der Wiedervereinigung stark ab.<\/p>\n<p>Massenmigration gab es nicht nur in modernen Industriegesellschaften. Zwischen 1821 und 1924 wanderten etwa 55 Millionen Menschen aus Europa nach \u00dcbersee aus. Die Kolonialisierung und ebenso die Entkolonialisierung l\u00f6sten gr\u00f6\u00dfere Migrationsbewegungen aus. Nach den beiden Weltkriegen kam es in Europa zu Massenflucht und Vertreibung.<\/p>\n<p>Die Anwerbung von &#8222;Gastarbeitern&#8220;<\/p>\n<p>Ende der 40er-Jahre ebbte der durch den Zweiten Weltkrieg verursachte Zuzug von Fl\u00fcchtlingen und Vertriebenen ab. Mitte der 50er-Jahre, als ein rasantes Wirtschaftswachstum zu einem Arbeitskr\u00e4ftemangel f\u00fchrte, begann auch die Bundesrepublik Arbeitskr\u00e4fte im Ausland anzuwerben. 1955 wurde der erste Anwerbevertrag mit Italien geschlossen. Abkommen mit Spanien und Griechenland folgten 1960. Weitere Abkommen wurden mit der T\u00fcrkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964) Tunesien (1965) und Jugoslawien (1967) geschlossen.<\/p>\n<p>Allerdings war der Zuzug ausl\u00e4ndischer Arbeitskr\u00e4fte zun\u00e4chst quantitativ wenig bedeutsam, da der Arbeitskr\u00e4ftebedarf bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 weitgehend mit \u00fcbergesiedelten Personen aus der DDR gedeckt wurde.<\/p>\n<p>Erst danach wurden ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte in gro\u00dfer Zahl angeworben und bereits 1964 wurde der einmilllionste Gastarbeiter in Deutschland begr\u00fc\u00dft und mit einem Motorrad beschenkt. 1973, als in Folge der \u00d6lkrise ein Anwerbestopp verh\u00e4ngt wurde, lebten knapp 4 Millionen Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder in Deutschland.<\/p>\n<p>In den Boomjahren der Anwerbung von den 60er-Jahren bis zum Anwerbestopp 1973 wurden ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte angeworben, um den Arbeitskr\u00e4ftebedarf in der industriellen Massenfertigung, der Schwerindustrie und dem Bergbau zu decken. Dabei handelte es sich \u00fcberwiegend um T\u00e4tigkeiten, die nur geringe Qualifikations-anforderungen stellten. Entsprechend war auch der Qualifikationsgrad dieser Arbeitskr\u00e4fte vergleichsweise niedrig und sie gliederten sich am unteren Ende der Arbeitsmarkthierarchie ein. Die Anwerbung sollte jedoch nicht zu einer dauerhaften Niederlassung ausl\u00e4ndischer Arbeitskr\u00e4fte f\u00fchren. Es sollte lediglich der Bedarf an gering qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften w\u00e4hrend der Hochkonjunkturphase \u00fcberbr\u00fcckt werden. Da die Arbeitsvertr\u00e4ge zun\u00e4chst befristet waren, kamen viele Arbeitskr\u00e4fte ohne Familie. Erst mit der zunehmend l\u00e4ngeren Aufenthaltsdauer wurden auch Familien nachgeholt.<\/p>\n<p>Einige werden sich jetzt fragen &#8211; was hat das denn mit heute zu tun?<\/p>\n<p>Ist es heute nicht immer noch so, dass wir Menschen mit\u2026.. wie hie\u00df es eben\u2026.. geringen Qualifikationsanforderungen besch\u00e4ftigen? Nehmen wir mal die Erntehelfer. Welche Gr\u00fcnde gibt es, Osteurop\u00e4er anstatt Deutsche f\u00fcr diese Arbeit zu besch\u00e4ftigen?<\/p>\n<p>Beim Schreiben dieser Rede habe ich mich irgendwann gefragt,<\/p>\n<p>-wann ist man eigentlich Ausl\u00e4nder?<\/p>\n<p>-Warum behandeln wir Menschen mit anderer Hautfarbe anders, als zum Beispiel Menschen aus der Schweiz?<\/p>\n<p>-Bin ich kein Ausl\u00e4nder mehr, wenn ich eingeb\u00fcrgert wurde?<\/p>\n<p>Hier gehen die Meinungen doch sehr oft auseinander. F\u00fcr mich ist rechtlich erstmal jeder \u201eAusl\u00e4nder\u201c, der keinen deutschen Pass hat. Das finde ich auch gar nicht schlimm, denn egal in welchem Land ich Urlaub mache, bin ich dort auch \u201eAusl\u00e4nder\u201c.<\/p>\n<p>Wenn die Zahlen im Internet stimmen, lebten im letzten Jahr 8,2 Millionen Ausl\u00e4nder in Deutschland, dazu kommen 9,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Zusammen sind das ca. 20% unserer Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Lagen wir uns im letzten Jahr nicht alle in den Armen? Ja WIR sind Weltmeister und so bezeichnet sich doch gerne jeder Deutsche. Alle haben sich gefreut und das obwohl wir einen gro\u00dfen Anteil an Deutschen mit Migrationhintergrundin unserer Nationalmannschaft haben.<\/p>\n<p>In jedem Beruf, in der Politik und gerade im Sport sind viele Menschen besch\u00e4ftigt, die entweder einen Migrationhintergrund haben, oder eben Ausl\u00e4nder sind.<\/p>\n<p>Solange sich jeder an die Rechte und Pflichten in unserem Land h\u00e4lt jeder bem\u00fcht ist, sich in unser soziales demokratisches Umfeld zu integrieren, halte ich das auch f\u00fcr legitim!<\/p>\n<p>In unserem Grundgesetzt hei\u00dft es:<\/p>\n<p>Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unver\u00e4u\u00dferlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit meiner Vaterl\u00e4ndischen Rede zum Ausdruck bringen, dass es Jahre gab und es auch heute noch so ist, dass wir in Deutschland auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sind.<\/p>\n<p>Leider mussten auch wir in unserer Geschichte erleben, was V\u00f6lkermord bedeutet. Ist es da nicht unsere Pflicht, den Menschen zu helfen, die auch heute noch vor diesem Terror fliehen?<\/p>\n<p>In Deutschland haben wir gl\u00fccklicherweise das Recht auf freie Meinung und es liegt mir auch fern, Jemandem meine Meinung aufzuzwingen. Mein leider schon lange verstorbener Gro\u00dfvater hat einmal zu mir gesagt, da war ich ungef\u00e4hr 10 Jahre alt: \u201eWir haben den Krieg nicht verloren, wir wurden befreit\u201c! Im \u00dcbrigen war der, der unsere Geschichte so negativ beeinflusst hat, auch kein Deutscher!<\/p>\n<p>Ich habe nichts gegen Ausl\u00e4nder \u2013 im Gegenteil! In meiner beruflichen Vergangenheit hatte ich immer mit vielen Menschen &#8211; und die Betonung liegt hier auf dem Wort Menschen &#8211; unterschiedlichster Nationalit\u00e4ten zu tun. Wir haben uns immer gut erg\u00e4nzt &#8211; egal ob im Job oder im Sport.<\/p>\n<p>Meine ganz pers\u00f6nliche Meinung zu diesem Thema ist:<\/p>\n<p>Wir als Deutsche sollten unseren Beitrag dazu leisten, jedem Menschen die M\u00f6glichkeit zu geben, sein Leben ohne Verfolgung und Mord zu bestreiten. Aber nicht um jeden Preis &#8211; die Probleme, die wir ja nun mal im eigenen Land haben, d\u00fcrfen wir hierbei nat\u00fcrlich nicht au\u00dfer Acht lassen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich nur noch sagen, dass auch ich stolz bin, ein Deutscher zu sein!<\/p>\n<p>Vielen Dank!<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><br><\/span> <span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #336600;\">Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2014<\/span> &#8211; von Holger Frank<\/span><br><a href=\"http:\/\/www.neustaedter-schuetzengilde.de\/neuigkeiten\/Press_Info_und_Mitteilungen\/Vaterlandische_Rede_2014.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF &#8211; zum Download bitte KLICKEN<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div>&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div class=\"contentmitte\">\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2014<\/b><\/h3>\n<h1 align=\"center\">Holger Frank<\/h1>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Sehr geehrter Herr B\u00fcrgervorsteher, Majest\u00e4t,<br>sehr geehrte G\u00e4ste, liebe Gildebr\u00fcder,<\/span><\/span><\/p>\n<p>ich habe mich gefragt seit wann es die \u201eVaterl\u00e4ndische Rede\u201c gibt und wie sie entstanden ist und ich fragte bei alten Mitgliedern nach.<br>Vaterl\u00e4ndische Gedanken sind auf den Sch\u00fctzenfesten der Neust\u00e4dter Sch\u00fctzengilde immer ge\u00e4u\u00dfert worden. Aufzeichnungen dar\u00fcber gibt es keine. Die \u201eVaterl\u00e4ndische Rede\u201c, sowie sie heute gehalten wird, soll esseit etwa 1960 geben, also seit ungef\u00e4hr 55 Jahren, es ist daher schon viel gesagt worden.<br>Mein Thema heute lautet:<br>Wohin driftet Deutschland, haben nationale Tugenden und Traditionen heute noch ihren Wert?<br>Kein ganz unumstrittenes Thema. Bevor ich jedoch in das Thema einsteige, m\u00f6chte ich aus meiner Sicht eines klar stellen was mich immer wieder \u00e4rgert.<br>Jeder, der in unserem sch\u00f6nen Land lebt, sollte sich auch mit ihm identifizieren. Ist er Staatsb\u00fcrger dieses Landes, dann \u00fcbernimmt er auch Pflichten neben seinen Rechten. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr mich z.B.dass bei nationalen oder inter-nationalen VeranstaltungenRepr\u00e4sentanten unseres Landes die Nationalhymne mit singen, wenn diese ert\u00f6nt.<br>In jedem Land aufdieser Erde haben die Einwohner Tugenden und Traditionen. Sie leben mit ihnen, sie leben in ihnen. Es ist genau das, was ein Volk so besonders macht. Das Wort Tugend kommt von taugen, der Eignung eines Menschen, seine F\u00e4higkeit, eine wertvolle Leistung zu erbringen. In der Antike spricht man von den vier Kardinaltugenden:<br>&#8211; Klugheit<br>&#8211; Gerechtigkeit<br>&#8211; M\u00e4\u00dfigkeit<br>&#8211; Tapferkeit.<br>Seit 1797, dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms III. erklangvom Glocken-turm der Potsdamer Garnisonskirche alle halbe Stunde ein Glockenspiel mit einer Melodie aus der Zauberfl\u00f6te von Wolfgang Amadeus Mozart. Der dazu-geh\u00f6rige Text sind die ersten Zeilen des Gedichtes von Ludwig Christoph HeinrichH\u00f6lty an seinen Sohn \u201e \u00fcb` immer Treu und Redlichkeit\u201c.<br>Sie galt als Sinnbild preu\u00dfischer Moraltugend.<br>Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg zerst\u00f6rt.Seit 1991 gibt es ein nachgebildetes Glockenspiel in der N\u00e4he des Kirchenstandortes. Die halbst\u00fcndlichen und st\u00fcndlichen Chor\u00e4le erklingen seitdem wieder.<br>Wie steht es heute mit den anderen \u201esogenannten\u201c deutschen Tugenden.<br>Mit:<br>Flei\u00df, Unbestechlichkeit, Zuverl\u00e4ssigkeit, P\u00fcnktlichkeit oder Sparsamkeit, Aufrichtigkeit und Bescheidenheit ?<br>Aufgrund unserer unseligen Vergangenheit hat die links orientierte 68ziger Bewegung diese Tugenden zu entbehrlichen Sekund\u00e4rtugenden degradiert und die grundlegenden christlichen Tugenden( Glaube, Liebe, Hoffnung ) sowie die bereits erw\u00e4hnten antiken Grunds\u00e4tze ( Klugheit, Gerechtigkeit, M\u00e4\u00dfigkeit und Tapferkeit ) in den Vordergrund gestellt. Das sind sicherlich edle und f\u00fcr das menschliche und gesellschaftliche Zusammenleben unentbehrliche Grunds\u00e4tze. Die erw\u00e4hnten sogenannten deutschen Tugenden sind aber der Grundstein f\u00fcr unseren Wohlstand. Einigesind in den letzten Jahren ein wenig in Vergessen-heit geraten.Wir das Land der P\u00fcnktlichkeit, Wertarbeit und Disziplin sind in der j\u00fcngsten Vergangenheit weltweit unangenehm aufgefallen.<br>Als nur einige Beispiele nenne ich:<\/p>\n<p>&#8211; das Prestigeobjekt Hauptstadtflughafen dessen Inbetriebnahme immer weiter hinausgez\u00f6gert wird, \u00fcber die Kostenexplosion ganz zu schweigen<br>&#8211; das Gro\u00dfprojekt Hamburger Elbphilharmonie, was<br>&#8211; urspr\u00fcnglich einmal 77 Millionen Euro kosten sollte, heute spricht man von mehr als 500 Millionen Euro<br>&#8211; in der Spundwand des nagelneuen Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven sind weit \u00fcber 100 Risse entdeckt worden, Schaden ca. 25 Millionen Euro.<br>Dennoch ist Deutschland ber\u00fchmt f\u00fcr seine Innovationen. Die in Deutschland gefertigten Produkte sind nach wie vor weltweit gefragt und begehrt und unsere Kanzlerin ist weltweit geachtet.<br>Schon 2006 forderte der damalige brandenburgische Ministerpr\u00e4sident Platzeck die R\u00fcckbesinnung auf preu\u00dfische Tugenden. Die Grundeigenschaften wie Anst\u00e4ndigkeit, Verl\u00e4sslichkeit und Pflichterf\u00fcllung sollten in Deutschland wieder Einzug halten.<br>Jetzt m\u00f6chte ich noch ein wenig intensiver auf die sogenannten Prim\u00e4rtugenden, die Kardinaltugenden aus der Antike eingehen.<br>Die Klugheit ist die F\u00e4higkeit, Zusammenh\u00e4nge zu durchschauen und das Wesentliche darin zu erkennen. Die daraus resultierende n\u00e4chste Stufe ist die Weisheit. Die meisten von uns sind in dem Alter, diese Stufe bereits erklommen zu haben, zumindest sollte es so sein. Das dieses auf die Jugend in Deutschland zur Zeit nicht so uneingeschr\u00e4nkt zutrifft, zeigen die Pisastudien der OECD, welche in dreij\u00e4hrigem Rhythmus bei Schulkindern in Europa erhoben werden. Nun sind Statistiken in vielen F\u00e4llen allerdings nicht so aussagekr\u00e4ftig wie sie immer dargestellt werden. Ich halte das f\u00f6deralistisches Schulsystem in dem jedes Bundesland seine eigenen Schulgesetze macht f\u00fcr kein gutes System. Jedes Bundesland experimentiert und unsere Kinder und Enkelkinder bleiben auf der Strecke.<br>Wir sind das Land der Dichter und Denker, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft. Fr\u00fcher legten unsere Eltern wert darauf, dass wir, die Nachkommenschaft, uns gew\u00e4hlt auszudr\u00fccken vermochten. Wo ist unsere Sprachkultur geblieben. Heute sind Worte wie krass, geil, \u00e4tzend etc. in den t\u00e4glichen Sprachschatz integriert. Kaum jemand reagiert negativ, wenn man sie benutzt. Es werden keine klaren Worte mehr gesprochen, unmissverst\u00e4ndliche Redewendungen sind heute nicht mehr aktuell, alles wird zerredet.<br>Dazu ein kleines Beispiel:<br>&#8211; die zehn Gebote bestehen aus 279 Worten<br>&#8211; die amerikanische Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung besteht aus 300 Worten- die EU-Verordnung \u00fcber den Import von Karamellbonbons hat exakt 25.911 Worte<br>Die Grundnorm des weltweiten menschlichen Zusammenlebens ist die Gerechtigkeit. Kaum etwas emp\u00f6rt Menschen so sehr wie Ungerechtigkeit. Daher berufen sich in allen Staaten Gesetzgebung und Rechtsprechung auf sie. Die h\u00e4ufigste Darstellungsform in westlichen Kulturkreisen ist Justitia mit der Waage in der einen Hand, dem Schwert in der anderen Hand und der Binde vor den Augen. Bei den alten Griechen hat die Gerechtigkeit mit innerer Einstellung zu tun. Sie ist eine von den herausragenden Tugenden, eine Charaktereigen-schaft, welche immer in Bezug auf andere Menschen zu setzen ist. Dass sich da bei den heutigen Griechen ein kleiner Wandel vollzogen hat wissen wir alle.<br>Auf Deutschland bezogen muss ich sagen, dass weltwirtschaftliche Probleme, Klimawandel und demographische Entwicklungen diese Tugend aber auch bei uns in einem etwas anderen Licht erscheint. Auch in Deutschland hat Gier und Verantwortungslosigkeit einiger Weniger mit zur Finanzkrise beigetragen. Mit preu\u00dfischer Treu und Redlichkeit hatte das nichts zu tun, was Steuerfl\u00fcchtlinge, Steuerhinterzieher und Plagiatsf\u00e4lscher gemacht haben. Als Exportweltmeister der f\u00fcr seine technologischen Innovationen und sein \u201eMade in Germany\u201c in aller Welt Anerkennung genie\u00dft, hat unser Land solche Entgleisungen nicht n\u00f6tig.<br>Die M\u00e4\u00dfigkeit ist auch eine der Tugenden, die ein Volk auszeichnet. Synonyme Begriffe daf\u00fcr sind: Besonnenheit, Selbstbeherrschung , Zur\u00fcckhaltung, Bescheidenheit, Zufriedenheit, um nur einige, wie ich finde, wichtige zu nennen. Sind das Dinge, die den Deutschen mit steigendem Wohlstand vielleicht ein wenig verloren gegangen sind?<br>Im Lexikon steht: M\u00e4\u00dfigkeit ist die sittliche Kraft, welche eine ausgewogene Lebensweise erm\u00f6glicht. Exzesse ebenso wie Empfindungslosigkeit sind nicht akzeptabel. Insbesondere im Ausland sollten Landsleute unsere Nation im besonderen Licht darstellen. Wir alle wissen, wie unangenehm und laut wir uns teilweise im Ausland bewegen.<br>Tapferkeit ist ein in der deutschen Sprache seit der alt- und mittelhochdeutschen Heldendichtung gepr\u00e4gter Begriff. Er hat seine Vorl\u00e4ufer aber bereits in der klassischen Antike. Er findet hier Verwendung als Mannhaftigkeit f\u00fcr einen Menschen, der sich damals durch hoch im Kurs stehende m\u00e4nnliche Tugenden auszeichnete. Wer Tapferkeit bewies galt als mannhaft, furchtlos und t\u00fcchtig. F\u00fcr mich geh\u00f6ren die beiden Begriffe Tapferkeit und Mut zusammen, denn das eine kann meines Erachtens ohne das andere nicht existieren. Nun mag man glauben, dass dieses Begriffe aus den vergangenen Jahrhunderten sind. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Es gibt gerade aus der j\u00fcngsten Vergangenheit viele F\u00e4lle in denen Mut und Tapferkeit bewiesen worden ist. Der Mut den Leuten entgegen zu treten, die andere drangsalieren und die Tapferkeit zu haben das zu erdulden, was einem bei und nach der Hilfeleistung alles widerf\u00e4hrt. Es gibt aber leider immer noch viel zu Wenige, die den Mut und die Tapferkeit aufbringen sinnvoll zu handeln. Wichtig ist jedoch \u00fcberhaupt sich einzubringen.<br>Um die Traditionen der Deutschen mache ich mir weniger Gedanken. Sie sind gegenw\u00e4rtig und werden fast \u00fcberall gelebt.<br>Seien ist es die unterschiedlichsten Hochzeitsbr\u00e4uche, die wir praktizieren, Oktober- und Folklorefeste, Sch\u00fctzenfeste, Jahrm\u00e4rkte und andere Volksfeste. Sie sind in der ganzen Welt ber\u00fchmt und jedes Jahr werden Millionen von Besuchern erwartet.<br>Wir Deutsche haben als Reaktion auf die Kaiserzeit und das Dritte Reich in eine falsche Richtung \u00fcberreagiert. Das Bewusstsein der historischen Schuld ist zwar noch sehr pr\u00e4sent, die Mehrheit der Deutschen m\u00f6chte sich aber nicht mehr davon einschr\u00e4nken lassen. Das haben Erhebungen von Soziologen der Universit\u00e4t Hohenstein ergeben. In der Vergangenheit war es so, dass eine nationale Orientierung oder Gesinnung mit Nationalismus oder Faschismus gleichgesetzt wurde. Inzwischen hat die Bev\u00f6lkerung erkannt, dass wir in dieser Hinsicht und im Spiegel der Welt\u00f6ffentlichkeit bereits wesentlich mehr d\u00fcrften als wir uns selbst erlauben. Gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung sind der Ansicht, dass Schule, Politik und Medien viel zu selten ein positives Bild des Deutsch-Seins vermitteln. 73% der Deutschen teilen mittlerweile den Wunsch nach einem st\u00e4rkeren Wir-Gef\u00fchl. Wir wollen wieder mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf nationale und kulturelle Identit\u00e4t zeigen. Dazu hat das weltweite Wohl-wollen, welches uns als Gastgeber w\u00e4hrend der Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2006 entgegengebracht wurde in hohem Ma\u00dfe beigetragen. Wir haben uns einfach gut gef\u00fchlt in diesen Wochen. Wir sollten uns viel mehr trauen, denn ich kenne keine Nation, die so viel geschafft hat wie unsere. Fast 80% der Deutschen f\u00fchlen heute wieder eine tiefe Verbundenheit mit dem eigenen Land und w\u00fcrden sich mit gro\u00dfer bis sehr gro\u00dfer Bestimmtheit wieder f\u00fcr die deutsche Staats-b\u00fcrgerschaft entscheiden.<br>Es gibt aber Landsleute, wie unser Nobelpreistr\u00e4ger G\u00fcnter Grass die \u201esich sch\u00e4men, B\u00fcrger in einem Land zu sein, dass zu einem blo\u00dfen Wirtschaftsstandort verkommen ist\u201c.<\/p>\n<p>Ich bin stolz darauf ein Deutscher zu sein!<br>Ich danke Ihnen und Euch f\u00fcr die Aufmerksamkeit.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><br><\/span><span style=\"color: #336600;\">Die Vaterl\u00e4ndische Rede 2013<\/span> &#8211; <span style=\"font-size: medium;\">von Hartmut von Halle<\/span><br><a href=\"http:\/\/www.neustaedter-schuetzengilde.de\/neuigkeiten\/Press_Info_und_Mitteilungen\/Vaterlandische_Rede_2013.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF &#8211; zum Download bitte KLICKEN<\/a><\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Vaterl\u00e4ndische Rede 2013<\/b><\/h3>\n<h1 align=\"center\">Hartmut von Halle<\/h1>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Liebes K\u00f6nigspaar, liebe Majest\u00e4ten,<br>verehrte \u00c4lterleute, liebe Sch\u00fctzenschwestern und \u2013br\u00fcder,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">sehr geehrte Damen und Herren,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">solange ich Mitglied der Gilde bin, ist es mein Traum gewesen, hier vor Sie hinzutreten und es meinen Vorg\u00e4ngern, denen ich mit h\u00f6chstem Respekt zugeh\u00f6rt habe, gleich zu tun und die Vaterl\u00e4ndische Rede zu halten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Als ich dann anfing, mich mit dem Thema zu befassen, merkte ich schnell, dass das nicht ganz so einfach ist, wie ich es mir vorgestellt hatte und in mir kamen erste Zweifel, ob ich mich damit nicht vielleicht doch \u00fcbernommen h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Schnell wieder absagen \u2013 nein diese Schw\u00e4che wollte ich mir nicht leisten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Der Blick ins Internet brachte leider auch kaum Hilfe und so setzte ich mich dann hin und versuchte meine seit langem vorhandene Idee umzusetzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><b>Die Deutschen und die Deutsche Flagge <\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><b>oder<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><b>200 Jahre Schwarz\/Rot\/Gold !<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Denn was liegt n\u00e4her als dieses Thema, arbeite ich doch seit 1975 mit zwei Unterbrechungen (beim reporter und bei einer d\u00e4nischen Reederei) in der Neust\u00e4dter Reederei Peter Deilmann und au\u00dferdem &#8230; in diesem Jahr bestehen die Farben schwarz\/rot\/gold seit genau 200 Jahren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Ein Thema, dass schon Ende letzten Jahres an Bedeutung gewonnen hatte, als die Flagge des Traumschiffs DEUTSCHLAND pl\u00f6tzlich Malta werden sollte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Ein Sturm der Entr\u00fcstung ging durch die Presselandschaft in ganz Deutschland und die neue Gesch\u00e4ftsleitung gab schlie\u00dflich ihre Pl\u00e4ne auf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die DEUTSCHLAND bleibt das echte Traumschiff mit Heimathafen Neustadt in Holstein und f\u00e4hrt weiterhin als einziges Kreuzfahrtschiff unter Deutscher Flagge, wie bereits alle anderen Schiffe (au\u00dfer der REGINA MARIS) der Reederei seit Ihrer Gr\u00fcndung vor \u00fcber 40 Jahren durch den 2003 verstorbenen Peter Deilmann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Viele von Ihnen \u2013 zumindest alle meines Jahrgangs und \u00e4lter k\u00f6nnen sich vielleicht erinnern, welche Bedeutung die Deutsche Flagge fr\u00fcher f\u00fcr uns hatte: KEINE ! Kaum jemand kam auf die Idee sich einen Fahnenmast vor die T\u00fcr zu stellen und zu besonderen Anl\u00e4ssen Flagge zu zeigen oder gar sich die Farben der Deutschen Flagge ins Gesicht zu malen, wie es in anderen L\u00e4ndern ein ganz normaler Brauch war und ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Eigentlich erst seit jenem denkw\u00fcrdigen Fu\u00dfball-Weltmeisterschafts-turnier war pl\u00f6tzlich alles anders. Die Flaggen schossen wie die Pilze aus dem Boden. Ein Heer von beflaggten Autos zog durch die Stra\u00dfen, Flaggen hingen aus dem Fenster und wehten an den Masten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Im Fernsehen zeigten sich die f\u00fchrenden Politiker bei Ihren Reden so, wie es beispielsweise in Amerika mit dem Sternenbanner schon immer usus war &#8230; mit der Deutschen Flagge im Hintergrund.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Eine Nation erwachte aus ihrem Trauma der Vergangenheit und zeigte pl\u00f6tzlich stolz &#8211; ein ganz nat\u00fcrliches Nationalbewusstsein, das auch im Ausland ohne Scheu mit Bewunderung akzeptiert wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Blicken wir aber einmal zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Jedes Land hat seine eigene Flagge. Die Flagge Japans zum Beispiel ist wei\u00df mit einer roten Sonne. Und das Sternenbanner der USA hat sieben rote, sechs wei\u00dfe Streifen und 50 wei\u00dfe Sterne. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Aber warum eigentlich haben wir schwarz-rot-gold? Wie ist die deutsche Flagge zu diesen Farben gekommen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Dass die deutsche Flagge schwarz\/rot\/gold ist, steht im Grundgesetz. Das gilt seit 1949, also seit der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik Deutschland. Die Geschichte der Deutschen Flagge reicht aber viel weiter zur\u00fcck bis in die Zeit der Befreiungskriege. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Vor nunmehr 200 Jahren&nbsp;k\u00e4mpften Deutsche&nbsp;\u2013&nbsp;darunter sehr viele Studenten&nbsp;\u2013&nbsp;aus allen Teilen Deutschlands&nbsp;gegen den franz\u00f6sischen Herrscher Napoleon. Die Soldaten, die aus ganz Deutschland&nbsp;kamen, hatten sehr unterschiedliche Uniformen. Um einheitlicher auszusehen, f\u00e4rbten sie&nbsp;einfach ihre Uniform in schwarz, die Aufschl\u00e4ge in rot und die Kn\u00f6pfe golden. Jede Farbe hatte eine besondere Bedeutung: Schwarz stand f\u00fcr die schlechten Bedingungen, in denen die Menschen gr\u00f6\u00dftenteils lebten, Gold f\u00fcr die Freiheit, die sie erlangen wollten und Rot f\u00fcr das Blut, das im Kampf vergossen wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Freiheit und gleiche Rechte f\u00fcr alle wollten auch die Menschen&nbsp;erreichen, die sich zu einem Treffen auf dem Hambacher Schloss&nbsp;im Jahr 1832 versammelten. Deswegen kamen viele von ihnen auch mit schwarz\/rot\/ goldenen Fahnen. Und schlie\u00dflich hatte dann 1848 die erste offizielle deutsche Flagge schwarz\/rot\/gold. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><a title=\"Preu\u00dfen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fen\">Preu\u00dfen<\/a>, als wohl einflussreichster deutscher Staat, versuchte die deutschen Einigungsbestrebungen in Bahnen zu lenken, die den eigenen Interessen entsprachen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Der bedeutendste Schritt in diese Richtung war die Gr\u00fcndung des <a title=\"Norddeutscher Bund\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Norddeutscher_Bund\">Norddeutschen Bundes<\/a> im Jahre 1867. <a title=\"Otto von Bismarck\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_von_Bismarck\">Otto von Bismarck<\/a> veranlasste als preu\u00dfischer Ministerpr\u00e4sident pers\u00f6nlich durch die am 1. Juli 1867 in Kraft getretene Verfassung die Annahme einer neuen Flagge f\u00fcr die Kriegs- und Handelsmarine in schwarz-wei\u00df-rot gestreift. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Otto von Bismarck pl\u00e4dierte schlie\u00dflich am 9. Dezember des Jahres in einem ersten Verfassungsentwurf des Norddeutschen Bundes f\u00fcr diese Kombination, und auch der preu\u00dfische Marineminister <a title=\"Adalbert von Preu\u00dfen (1811\u20131873)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adalbert_von_Preu%C3%9Fen_%281811%E2%80%931873%29\">Prinz Adalbert von Preu\u00dfen<\/a> sprach sich in einem Vortrag vor K\u00f6nig und Kronprinz daf\u00fcr aus. Die Farben schwarz\/wei\u00df\/rot wurden schlie\u00dflich am 22. Juni 1867 in der fertigen Verfassung festgelegt. Der \u00d6ffentlichkeit wurde erkl\u00e4rt, dass Schwarz\/Wei\u00df f\u00fcr die preu\u00dfischen und Rot\/Wei\u00df f\u00fcr die <a title=\"Hansestadt\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hansestadt\">Hansest\u00e4dte<\/a> st\u00fcnden. Obwohl die <a title=\"Hanse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hanse\">Hanse<\/a> selber zwar als St\u00e4dtebund nie eine eigene einheitliche Flagge hatte, f\u00fchrten die Wappen fast aller Mitgliedsst\u00e4dte die Farben Wei\u00df und Rot.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die neuen Farben passten mit den Farben des K\u00f6nigs von Preu\u00dfen, <a title=\"Wilhelm I. (Deutsches Reich)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_I._%28Deutsches_Reich%29\">Wilhelm&nbsp;I.<\/a> perfekt zusammen. Schwarz\/Wei\u00df waren die Farben Preu\u00dfens und Rot\/Wei\u00df die der <a title=\"Mark Brandenburg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mark_Brandenburg\">Mark Brandenburg<\/a>. Gegen die neue Flagge in schwarz\/wei\u00df\/rot gab es auch kaum Widerstand \u2013 und selbst den Anh\u00e4ngern von Schwarz\/Rot\/Gold war dieser erste Schritt einer Vereinigung der deutschen Staaten wichtiger als die Farbgebung der Flagge. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">So wurde diese Flagge schlie\u00dflich zur Nationalflagge des <a title=\"Deutsches Kaiserreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsches_Kaiserreich\">Deutschen Reiches<\/a> von 1871 bis 1918, das den Norddeutschen Bund abl\u00f6ste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Nach der Niederlage Deutschlands im <a title=\"Erster Weltkrieg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Weltkrieg\">Ersten Weltkrieg<\/a> wurde die schwarz\/wei\u00df\/rote Flagge in der <a title=\"Weimarer Republik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weimarer_Republik\">Weimarer Republik<\/a> am 14. August 1919 wieder durch eine Schwarz\/Rot\/Goldene Flagge ersetzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die erste Flaggenverordnung vom 31. Juli 1921 legte weitere Flaggen fest. Es wurden f\u00fcnf schwarz\/rot\/goldene bzw. f\u00fcnf schwarz\/wei\u00df\/rote Grundt\u00fccher festgesetzt. Diese komplizierte Regelung gefiel jedoch niemandem, und jedes Lager betrachtete seine Farben als die wahren Farben der Deutschen Flagge.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die deutsche Handelsflotte fuhr somit bis 1933 mit den Farben Schwarz\/Wei\u00df\/Rot und hatte zus\u00e4tzlich eine <a title=\"G\u00f6sch (Flaggenkunde)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%B6sch_%28Flaggenkunde%29\">G\u00f6sch<\/a> (die kleine Flagge am Bug) in den Farben Schwarz\/Rot\/Gold.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Auf die anschlie\u00dfende Zeit des Nationalsozialismus m\u00f6chte ich hier nicht weiter eingehen. Auch wenn diese Zeit nicht verdr\u00e4ngt werden kann und darf, so muss sie zumindest meiner Meinung nach nicht immer wieder Ber\u00fccksichtigung finden, zumal diese ca 15 Jahre in der zeitlichen Entwicklung der Deutschen Flagge zum Gl\u00fcck nur eine Nebenrolle spielen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die Farben der Deutschen Flagge stehen f\u00fcr Freiheit und Einheit, f\u00fcr Demokratie, f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit. Sie sind ein Symbol f\u00fcr den freiheitlichsten, menschlichsten und sicher auch erfolgreichsten Staat, den es je auf deutschem Boden gegeben hat. So wie unsere Nachbarn <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">ganz selbstverst\u00e4ndlich zu ihrer Nation stehen, so haben auch wir das Recht und die Verpflichtung dazu in einem Europa der Vaterl\u00e4nder.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">R\u00fcckblickend auf die Entwicklung und R\u00fcckbesinnung auf ein nat\u00fcrlichesNatianalbewusstsein seit der Fu\u00dfballweltmeisterschaft sei aber auch gesagt, dass scheinbar in Teilen unserer Gesellschaft nur noch im Sport Regeln, Leistung und Teamgeist als allgemein verbindlich und vorbildlich anerkannt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Wenn man Fu\u00dfballspieler oder ehemalige wie Neuer, M\u00fcller, Schweinsteiger, Klose oder \u00d6zil wegen ihrer hervorragenden Leistungen bejubelt, dann ist das verst\u00e4ndlich. Aber wir m\u00fcssen auch daran denken, dass es im Alltag auch nicht ohne \u2013 dann die eigene \u2013 Leistung geht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Wenn eine deutsche Elf wegen ihres Teamgeistes gelobt wird, dann muss man daran denken, dass Teamgeist auch anderswo gefragt ist, n\u00e4mlich am Arbeitsplatz, in der Familie, im \u00f6ffentlichen Leben. Es gibt nicht nur das \u201eIch\u201c in dieser Gesellschaft, es gibt auch das \u201eWir\u201c!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Und auch im t\u00e4glichen Leben gelten Regeln f\u00fcr das Miteinander. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Wer sich an diese Regeln nicht h\u00e4lt, der muss daf\u00fcr gerade stehen und die Konsequenzen tragen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Wer in diesem Land meint, er m\u00fcsse ausschlie\u00dflich sein privates S\u00fcppchen auf Kosten anderer kochen, dem m\u00fcssen wir seine Grenzen aufzeigen, auch wenn es weh tut!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">In der geschichtlichen Entwicklung sind es, neben vielen anderen, gerade die Gilden gewesen, die den vaterl\u00e4ndischen Bestand gef\u00f6rdert und bewahrt haben! <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><i>&#8222;Nimmer wird das Reich vergehen, wenn ihr einig seid und treu&#8220;. <\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">So ist es eingemei\u00dfelt am Deutschen Eck in Koblenz zu lesen und so k\u00f6nnen wir auch aus dem &#8222;Lied der Deutschen&#8220; zuversichtlich jene 3. Strophe singen, die nach den vergangenen geschichtlichen Epochen erfreulicherweise zu unserer Nationalhymne wurde. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><i>&#8222;Einigkeit und Recht und Freiheit f\u00fcr das Deutsche Vaterland&#8220;.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">In diesem Sinne bitte ich Sie, sich zu erheben, und mit mir darauf anzusto\u00dfen und danach unsere Nationalhymne zu singen.<\/span><\/p>\n<p>Ich trinke mit Ihnen und Euch auf das Wohl unserer Neust\u00e4dter Sch\u00fctzengilde und der Bewahrung und dem Erhalt ihrer Traditionen \u2013 gem\u00e4\u00df meinem K\u00f6nigsspruch von 2007 \u201eTraditionen bewahren, aber mit der Zeit gehen\u201c !<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">\u201eProst !\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Ich danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit !<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte zur Vaterl\u00e4ndischen Rede bei der Neust\u00e4dter Sch\u00fctzengilde Es liegt wohl am zunehmenden Alter des Menschen begr\u00fcndet, da\u00df er nach Quellen und damit zum Ursprung einer Sache sucht &#8211; so auch zur vaterl\u00e4ndischen Rede. 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